Mais

Spurennährstoffversorgung sichern

Mais hat als C4-Pflanze, bedingt durch den intensiven Zuwachs an Trockenmasse, einen hohen Bedarf an Nährstoffen, vor allem auch an Spurenelementen. Zink, Bor und Mangan gehören zu den Spurennährstoffen, die beim Mais ertragsbegrenzend wirken können.

Zink (Zn) spielt u.a. für den Auxinhaushalt und damit für das Längenwachstum der Pflanze eine Rolle. Bei Zn-Mangel bleiben die Pflanzen kleinwüchsig und lassen an den jüngeren Blättern stärkere Aufhellungen mit dunkelgrünen Blattadern erkennen. Die Blätter sind abwechselnd hell- und dunkelgrün gestreift. Die Streifigkeit verliert sich meist nach der Blüte, nachdem das Blattwachstum aufgehört hat, die Pflanze aber über die Wurzeln noch Zink aufnehmen kann. Bei ausgeprägtem Zink-Mangel verfärbt sich das Blatt bronzefarben. Der Mangel tritt verstärkt auf bei Bodengehalten unter 2 pp, auf Böden mit pH-Werten über 7,2, verstärkt bei gleichzeitig hohen P-Gehalten.

Bor ist für die Gewebebildung notwendig und unterstützt die Anlage und Ausbildung der generativen Organe. Bor-Mangel führ zu einer schlechteren Einkörnung, vor allem an den Kolbenspitzen. Bor wird vor allem unter trockenen Bedingungen und pH-Werten über 7 als Polyborat, aber auch unter pH 5,5 als Aluminium-Borat festgelegt.

Mangan (Mn) aktiviert eine Vielzahl an Enzymen im Stoffwechsel und hat Einfluss auf die Chlorophyll- und Photosynthese und auf die Nitratreduktion (Eiweiß-Stoffwechsel). Bei starkem Mn-Mangel treten erst die typischen Gewebeeinbrüche entlang der Blattadern der älteren Blätter auf. Bei unzureichender Versorgung kommt es zu einer schlechteren Bekörnung des Kolbens. Häufig sind Blattaufhellungen im 4-Blattstadium zu erkennen und später nekrotische Blattränder, nachdem sich die Pflanze auf Wurzelernährung umstellt. Mangan ist ähnlich wie Bor und Zink bei hohem pH und trockenen Bedingungen, vor allem im lockeren Boden schlecht verfügbar.

Die Mn-Blattdüngung sollte spätestens im 8- bis 10 Blattstadium erfolgen. In diesem Stadium wird die Zahl der Ovarien und damit die maximale Anzahl der späteren Körner je Kornreihe im Maiskolben fixiert.

Vor der Blattdüngung sollten Sie Proben für Pflanzenanalysen nehmen und einen Vergleich zwischen schwach und gut entwickelten Pflanzen vornehmen, um der Mangel-Ursache auf die Spur zu kommen.

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