Maisbestände

Bei Trockenschäden zügig silieren


In einigen Regionen, speziell im Osten Deutschlands, leiden die Maisbestände unter Trockenstress. In etlichen Beständen haben die Kolben das Wachstum eingestellt.

 

Von extremer Trockenheit betroffene Pflanzen haben eine Höhe von nur 100 bis 150 cm erreicht oft keine Körner im Kolben gebildet. Damit wächst der Kolben nicht mehr weiter. Die unteren 4 bis 6 Blätter und häufig auch schon 1 bis 2 Blätter von oben sind bereits vertrocknet. Trotz dem Regen in den vergangenen Tagen erholten sich die Pflanzen nicht mehr. Die Blätter können keinen Turgor mehr aufbauen und fühlen sich wie Gummi an und haben teils violette Verfärbungen, was auf eine fehlende Umlagerung der Assimilate und eine Anreicherung von Zucker in den Blättern hindeutet.

Bei diesen Beständen sollte nicht mehr zu lange mit der Ernte gewartet werden. Der Trockenmassenanstieg liegt deutlich über den üblichen 2 bis 4 Prozent pro Woche.

Der TS-Gehalt von Beständen ohne befruchtete Kolben kann mit Hilfe des Fingernageltests bestimmt werden. Dazu muss der Maisstängel in 25 cm Höhe über der Erde abgetrennt werden und der Länge nach aufgeschnitten werden. Anschließend streicht man das Mark mit dem Fingernagel heraus und beurteilt den Flüssigkeitsaustritt. Tritt noch Pflanzensaft aus liegt der TS-Gehalt bei 20 Prozent. Bildet sich nur Schaum (sieht aus wie Spucke) liegt der TS-Gehalt bei 25 Prozent und bildet sich kaum mehr Schaumbildung kann von mehr als 27 Prozent TS ausgegangen werden.

Bestände ohne ausgebildeten Kolben sollten bei 27 Prozent TS (kaum Schaumbildung im Mark) geerntet werden. Höhere Gehalte verschlechtern die Silierfähigkeit, Qualität und die Verdaulichkeit.

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