Pflanzenschutz

Maiszünsler startet früher


Die Larven des Maiszünslers überwintern in einem Kokon in den Maisstoppeln und Maisstängelresten. Im Frühjahr verpuppen sich die Larven zu braunen Puppen. Aus diesen schlüpfen die nachtaktiven Falter, sobald die Temperaturen über 23 Grad Celsius angestiegen sind.

Der Schmetterling legt seine Eier vorzugsweise an der Unterseite der jeweils oberen Maisblätter ab. Die Weibchen legen bis zu 500 Eier in Gelegen von 10 bis 40 Eiern. Zuflug und Eiablage können bis Ende August dauern, erfolgen aber hauptsächlich ab Mitte Juni bis Mitte Juli. Sieben bis 14 Tage (160 – 180 Gradtage) nach der Eiablage schlüpfen die Larven und verursachen den typischen Nadelstichfraß auf den oberen Blättern.

Nach der zweiten Häutung bohren sich die Larven in den Stängel oder in die Kolben ein. Die Raupen fressen sich im Stängel nach unten durch. Die voll ausgebildeten Larven verbringen den Rest der Vegetation im Inneren der Stängelbasis und überwintern dort auch.

In Mitteleuropa entwickelt der Maiszünsler in der Regel eine Generation pro Jahr („univoltin“). Auf dem Balkan verläuft die Entwicklung schneller, so dass noch im gleichen Jahr auch eine zweite Generation („bivoltin“) schlüpfen kann. Diese entwickeln sich nach der Winterruhe schneller. Diese Entwicklung könnte in diesem Jahr aufgrund der hohen Temperaturen und des frühen Zufluges auch bei uns möglich sein.

Zwei unterschiedliche Rassen (E- und Z-Rassen) des Maiszünslers sind bekannt. Der Z-Typ kommt nur in Mais vor. Die E-Rasse besiedelt außer Mais auch andere Pflanzenarten (z.B. Hopfen, Kartoffeln, Sonnenblumen).

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