Maiszünsler können mit biologischen und/oder chemischen Mitteln bekämpft werden. Eine Bekämpfung ist angebracht, wenn im Vorjahr auf benachbarten Feldern mehr als 20 % der Körnermais-Pflanzen mit Zünsler befallen waren.

 

Beim Silomais ist die Schadschwelle höher anzusetzen. Eine Bekämpfungsschwelle liegt bei 10 bis 15 Eigelegen pro 100 Pflanzen.

Damit der Landwirt sich rechtzeitig auf eine effektive Bekämpfung vorbereiten kann, sollte der Flughöhepunkt (über 10 Falter/Tag) festgehalten werden.

Eine biologische Bekämpfung des Maiszünslers ist durch die Schlupfwespe Trichogramma brassicae und des Bakterienpräparates Bacillus thuringiensis möglich.

Die Bekämpfung mit Schlupfwespen orientiert sich am Flugbeginn der ersten Falter, muss also in diesen Tagen erfolgen. Diese Maßnahme muss i.d.R. 10 bis 14 Tage nach der ersten Ausbringung wiederholt werden.

Für den Einsatz von Bakterienpräparaten gelten dieselben Einsatzbedingungen wie für die Bekämpfung mit Pyrethroiden. Die Wirkung dieser Mittel richten sich nur gegen die Raupe.

Die Bekämpfung mit Biologischen Mitteln ist weniger effektiv als der Einsatz von Insektiziden, reicht aber bei mittlerem Befallsdruck i.d.R: aus.

Die chemische Bekämpfung des Maiszünslers muss erfolgen, bevor sich die Raupen in den Stängel einbohren. Wird allerdings zu früh gespritzt, lässt die Wirkung nach, dadurch kann später Befall nicht verhindert werden. Das Einbohren der Larven dauert 2 bis 3 Tage.

Der beste Zeitpunkt für die direkte Bekämpfung der Larven ist beim Massenschlupf der Larven, wenn die höchste Larvendichte zu beobachten ist. Meist ist das 7 bis 10 Tage (Temperatur abhängig) nach dem Flughöhepunkt des Zünslers der Fall.

Bei dem Einsatztermin der Insektiziden müssen wir zudem unterscheiden zwischen den Wirkstoffen. Außer dem Chlorantraniliprole (Coragen) müssen die anderen Insektizide (z.B: Indoxacarb, Pyretroide) möglichst zum Zeitpunkt des Massenschlupfes der Larven applizirt werden. Das Chlorantraniliprole kann bereits ab der Eiablage gespritzt werden. Es hat eine lange Dauerwirkung und bereits eine Wirkung auf die Eier.

Die Maiszünslerbekämpfung sollte idealerweise in den Abendstunden, wenn die Maisstängel elastischer sind, erfolgen. Dabei ist auf eine gute Benetzung bzw. Durchdringung des Bestandes zu achten. Diese kann durch langsames Fahren, grobtropfiges Spritzen, höhere Wassermengen und den Einsatz eines Super-Spreiters erzielt werden.

Themen:
Bekämpfung Larve

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