Nachdrillen

Getreide läuft auf tonigen Stellen nicht auf

Auf tonigen Böden empfiehlt sich ein Nachsäen.
S. Lazar
Auf tonigen Böden empfiehlt sich ein Nachsäen.

Kleine Unterschiede in der Bodenart führen zu heterogenen Feldaufgängen: je schwerer der Boden, desto weniger Pflanzen

Infolge der Trockenheit läuft das Getreide vielfach nicht gleichmäßig auf. Auf Standorten mit der dominierenden Bodenart lS oder sL, aber auch mit Tonkuppen, wird die Bodenbearbeitung an den überwiegenden Teil des Bodens angepasst. Damit fehlt in der Regel auf den Tonkuppen ein extra Arbeitsgang. Folge: Das Saatbeet ist dort nicht fein genug. Dadurch ist der Auflauf auf diesen Stellen immer schlechter.

Die momentane Trockenheit verschärft dieses Problem. Auf tonigen Stellen ist der Oberboden 7 bis 10 cm ausgetrocknet. Somit konnte das Getreide an diesen Stellen bis dato nicht auflaufen. Häufig sind Körner durch springende Schare wegen der Kluten an der Oberfläche zu finden

Abhilfe: Ist auf den tonigen Stellen mit zu geringem Feldaufgang zu rechnen, empfiehlt es sich jetzt noch 100 bis 150 Körner/m2 nach zu säen. Für diesen Arbeitsgang sind Kreiseleggen-Kombinationen besser, um das Saatbeet feiner zu machen und aufliegende Körner mit dem Boden zu vermischen.

Das Saatgut kann auch nach der Saat, eventuell sogar mit dem Düngerstreuer, mit einer Kreiselegge eingearbeitet werden. Ist keine Kreiselegge vorhanden, muss vor und nach der Saat über die Tonkuppen gewalzt werden. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass die aufliegenden Körner nicht eingemischt werden.

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