Triebe fördern

Für guten Sommergersten-Start

Hohe Sommergerstenerträge gehen stets mit hohen Korndichten einher. Dabei wird das genetische Ertragspotential moderner Sorten vor allem über hohe Bestandesdichten mit gutem TKG realisiert. Aus diesem Grund muss die Produktionstechnik auf die Förderung bzw. den Erhalt von Trieben ausgerichtet sein.

Welche Maßnahmen fördern Haupt- und Nebentriebe?

Sommergerste sollte möglichst früh gesät werden. Je mehr Tage im Kurztag zur Verfügung stehen, umso positiver wirkt sich dieser Zusammenhang auf die Bestockung bzw. die Ährchendifferenzierung der Sommergerste aus.

Der Boden muss dazu aber soweit abgetrocknet sein, dass eine Bestellung ohne Verschmierungen unter dem Saathorizont möglich ist. Hierbei darf sich der Boden im Bereich bis 10 cm nicht mehr zusammenballen. Aussaaten unmittelbar vor nasskalten Witterungsphasen sollten unterbleiben. Strohreste wirken sich ebenfalls nachteilig auf das Wachstum der jungen Gerste aus.

Aufgrund der geringen Wurzelleistung und des schlechten Nährstoffaneignungsvermögens erfordert die Sommergerste ein höheres Nährstoffangebot im Wurzelraum. Der Großteil der Düngung sollte bereits vor/mit der Saat eingearbeitet werden. Dazu haben sich NP- und NPK-Dünger bewährt, um eine zügige Versorgung vor allem bei Trockenheit sicherzustellen.

Auch bei guten Phosphorgehalten im Boden sollte eine Nettoentzugsdüngung mit wasserlöslichem Phosphor erfolgen, da in diesem Jahr mit einer langsameren Erwärmung im Frühjahr zu rechnen ist. Aus diesem Grund muss auch auf eine ausreichende Schwefeldüngung geachtet werden, da auch hier die Umsetzung aus dem Boden später einsetzt. Zudem wurde der pflanzverfügbare Schwefel über Winter verlagert.

Um den Trieberhalt von Seitentrieben zu fördern, bietet sich eine gezielte Nachdüngung mit Stickstoff in EC 25 an.

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