Pflanzenbautips

Fusarienbekämpfung in Weizenbeständen

Der optimale Termin für die Bekämpfung von toxin-bildenden Fusarien ist, wenn die ersten Staubbeutel gerade herausgeschoben werden und Niederschläge (ab 3-5 mm) mit Temperaturen über 18 °C (tagsüber) zusammentreffen und die Ähren einen Tag lang nicht abtrocknen.

 
Eine gezielte Bekämpfung von Fusarien ist angesagt:
  • in gefährdeten Sorten - häufig Kurzstrohsorten, wobei spätreife Sorten selbst bei geringem optisch erkennbaren Befall der Ähren oft hohe Toxin-Gehalte aufweisen,
  • in Mais-Fruchtfolgen bzw. auch wenn an der Halmbasis Fusarien-Symptome zu erkennen sind,
  • wenn auf den oberen Blättern Nekrosen zu beobachten sind,
  • wenn der Weizen zur (Eigen-)Verfütterung dienen bzw. als Brauweizen vermarktet werden soll,
  • wenn die vorgenannten Witterungsbedingungen zusammentreffen.

In gefährdeten Beständen muss die Behandlung gegen Fusarien innerhalb von 48 Stunden nach dem Regen erfolgen, um die Infektion zu stoppen, bevor die Toxinbildung einsetzt. Im abgestorbenen Gewebe kommen die Fungizide nicht zur Wirkung.

Mit einer ersten Behandlung können Infektionen 2 - 3 Tage lang unterbunden werden. Bei hohem Befallsdruck und 4 - 5 Tage lang Regen nach der Behandlung ist u.U. eine zweite Behandlung notwendig.
Am Effektivsten war in den vergangenen Jahren folgende Strategie:

  • Bekämpfung unmittelbar nach dem Ährenschieben, spätestens wenn erste Staubbeutel zu erkennen sind - nicht warten bis alle Staubbeutel heraushängen,
  • Regen mit über 10mm abwarten,
  • Bekämpfung innerhalb von 24 Stunden.

Bei der Applikation ist weniger die Menge der Wirkstoffe entscheidend, sondern wie viel Wirkstoff auf die Ähre bzw. auf die Ährchen aufgebracht wird. Die besten Bekämpfungserfolge wurden mit hoher Konzentration in der Spritzbrühe und schneller Vorfahrt erreicht. Mit der höheren Fahrgeschwindigkeit gelangt mehr Spritzbrühe auf die Ähre. Bei der Bekämpfung von Fusarien kommen Wirkstoffe wie z.B. Prothioconazol, Tebuconazol und Metconazol in Betracht.

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