Trockene Böden

Jetzt schon mit der Getreideaussaat beginnen?


In einigen Regionen hält die Trockenheit noch an. Nach den gar nicht oder schlecht auflaufenden Rapsbeständen stellt sich für die Getreideaussaat die Frage: Warten oder nicht?

Die Wettervorhersage sieht gerade in den Höhenlagen für die nächsten 10 bis 14 Tage nicht vielversprechend aus. Viele Landwirte möchten wiederum aus logistischen und klimatischen Gründen (frühes Vegetationsende in den Höhenlagen) mit der Aussaat der Getreidearten (Gerste und Weizen) beginnen.
Aus logistischer Sicht ist es durchaus sinnvoll, jetzt mit der Aussaat anzufangen, aber mit welcher Aussaatstärke? Die Aussaatstärke wird an die gewünschte spätere Ährenzahl je m² und an den Standort angepasst. Je mehr Zeit die Getreidepflanze bis zum Schossen hat, umso besser kann sie bestocken. Starke Triebe (3 Blätter) die vor Winter gebildet werden, bilden i.d.R. auch einen ährentragenden Halm aus. Somit ist die Zeit und die Temperatursumme bis zum Vegetationsschluss entscheidend.
Ist der Boden zum Zeitpunkt der Saat im Saathorizont zu trocken, so dass die Samenkörner nicht gleich, sondern erst in 10 bis 4 Tagen nach dem Regen keimen können, muss die Saatstärke an den voraussichtlichen Termin des Auflaufens und nicht an den Saattermin angepasst werden. Die Gefahr ist größer, dass dann dünn gesäte Bestände nicht mehr ausreichend bestocken und somit die gewünschte Bestandesdichte nicht mehr erreicht wird.

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