Problemschläge

Mit Scheinbestellung gegen den Ackerfuchsschwanz


Ungräser wie Ackerfuchsschwanz und Windhalm nehmen in Winterungsfruchtfolgen immer stärker zu. Auf Standorten mit Resistenzbildung müssen alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, um die Gräser einzudämmen.

Resistenzmanagement beinhaltet außer weiten Fruchtfolgen mit Sommerungen und angepassten Herbizidstrategien auch Verringerung des Samenpotenzials im Boden mit Hilfe der Bodenbearbeitung. Sind Ungrassamen bereits über die gesamte Krume verteilt, bietet sich die Scheinbestellung an. Ziel der Scheinbestellung ist, durch mehrmalige, flache Bodenbearbeitung das Samenpotenzial in der obersten Schicht zu verringern. Der Boden sollte aber vor der wiederholt durchgeführten flachen Bodenbearbeitung 15 bis 25 cm tief bearbeitet werden, um Ernterückstände einzumischen und Wurzelraum zu schaffen. Im Anschluss kann ein flacher Arbeitsgang nach jeder Auflaufwelle wiederholt werden. Je früher man damit beginnt, umso mehr Auflaufwellen werden erfasst werden.

Nach der letzten Auflaufwelle wird mit möglichst wenig Erdbewegung gesät. Dadurch kommen nur noch wenige Gräser und andere Unkräuter in Keimstimmung. Die dann im Getreidebestand mit Herbiziden ausgeschaltet werden.

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