Raps

Auf ausreichende Kaliversorgung achten


Raps nimmt in der Gesamtpflanze 240 bis 280 kg/ha Kali auf. Der Nettoentzug durch das Korn ist mit 40 bis 60 kg/ha K relativ gering. Auf ein paar Dinge sollte geachtet werden.

Die Hälfte der Gesamtaufnahme sollte im Herbst zur Verfügung stehen, damit der Raps auch in einem trockenen Herbst genug Kali aufnehmen kann. Der Raps braucht Kalium für die Regulierung des Wasserhaushaltes, für die Gewebebildung und Frosthärte. Ausreichend mit Kalium versorgte Rapspflanzen sind zudem weniger anfällig für Krankheiten (Verticillium).

Um eine ausreichende Kaliversorgung im Raps sicherzustellen, sollten:
  • bei K-Gehalten zwischen 1,0 bis 1,3 mg K2O je Prozent Ton der Nettoentzug des Raps sowie der Folgefrucht gedüngt werden. Dann kann auf eine K-Düngung zur Folgefrucht verzichtet werden.
  • Liegen die K-Gehalte deutlich niedriger, im Bereich von 0,6 bis 1,0 mg K2O je Prozent Ton, sollte zu Raps auf mittelschweren und schweren Böden wenigstens die Hälfte des Gesamtentzuges zuzüglich der Nettoentzug der Folgefrucht gedüngt werden.
  • liegen die K-Gehalte deutlich niedriger, unter 0,5 mg K2O je Prozent Ton, muss auf lehmigen und tonigen Böden wenigstens der Gesamtentzug und der Nettoentzug der Folgekultur zum Raps gedüngt werden.
  • Auf Böden mit weniger als 6 Prozent Ton kann auch Kalium aus dem Wurzelraum verlagert werden. Im Herbst sollte auf diesen Böden nicht mehr als 50 Prozent der K-Gesamtaufnahme des Rapses gedüngt werden.
Auf Standorten mit hohen Tongehalten muss die Düngung zu Raps unbedingt tief eingearbeitet werden. Raps nimmt als Tiefwurzler das Kalium zum Großteil aus der Schicht zwischen 10 bis 30 cm auf. Auf Standorten mit geringem Tongehalt oder bei regelmäßigen Niederschlägen im Herbst und hoher K-Versorgung im Unterboden ist das Risiko der Festlegung durch Tonminerale geringer. Auf diesen Standorten kann das Kali auch nach der Saat im Herbst gestreut werden.

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