Gerade unter schwierigen Bedingungen wie Nässe, Trockenheit oder schlechter Bodenstruktur kommt einer guten Phosphorversorgung unter Raps besondere Bedeutung zu. Phosphor ist für den Energiestoffwechsel als Energieträger und -Transformator notwendig.

 

Mangel führt zu einem knappen Angebot an Assimilaten. Wurzel- und Sprosswachstum leiden darunter, vor allem bei nasskalter Witterung im Herbst

Wie hoch muss die P-Versorgung im Boden sein?
• Auf Standorten mit ausreichender Bodenfeuchte und geringem Auswinterungsrisiko reichen 5 bis 8 mg P bzw. 12 – 18 mg P2O5 je 100 g Boden.
• Standorte mit Nässe, Trockenheit oder ausgeprägter Vegetationsruhe erfordern eine höhere Versorgung im Boden.
• Trotz hoher Versorgung kann bei später Aussaat, schlechter Bodenstruktur bzw. bei spätem Vegetationsstart im Frühjahr eine P-Düngung im Herbst das Ertragsgeschehen positiv beeinflussen.

Insgesamt nimmt der Raps in Stängel und Wurzel, Blatt und Schoten mit Körnern in Abhängigkeit vom Ertragsniveau zwischen 30 und 50 kg/ha P bzw. 70 – 110 kg/ha P2O5 auf, davon bereits im Herbst zwischen 15 bis 20 kg/ha P (20 – 40 kg/ha P2O5)).
Im Mittel von 6 Jahren dürfen bei schwacher P-Versorgung im Boden pro Jahr nicht mehr als 10 kg/ha P2O5 über den Nettoentzug gedüngt werden. Es bietet sich an, die Aufdüngung zu Raps mit hohem Bedarf im Herbst vorzunehmen.
Auf Böden mit hohem pH-Werten (über pH. 7,0) wird wasserlöslicher Phosphor durch Kalzium bzw. Magnesium festgelegt. Die Düngung mit schwefelsaurem Ammoniak erhöht auf diesen Böden die Verfügbarkeit des Phosphates.

Unter sauren Bedingungen wird Phosphor durch Aluminium oder Eisen festgelegt.
Böden mit niedrigen pH-Werten (unter pH 6,0) sollten deshalb aufgekalkt werden, damit Phosphor besser verfügbar wird.

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