Rapserdfloh

Massiver Zuflug zu erwarten?


Auf den Ausfallrapspflanzen ist bereits Lochfraß durch den Rapserdfloh zu erkennen. Aufgrund des Witterungsverlaufes ist mit einem stärkeren Zuflug zu rechnen. Läuft der gesäte Raps gerade erst auf, kann der Lochfraß durch den Zuflug einen Rapsbestand innerhalb von ein, zwei Tagen dezimieren.

 

Die Schadschwelle liegt bei 10 Prozent angefressenen Keimblättern. Größeren Schaden verursachen jedoch die Larven. Diese bohren sich nach dem Schlüpfen in Blattstiele und Stängel ein und dringen bis in den Wurzelhals vor. Die entstandenen Ein- und die späteren Ausbohrlöcher dienen als Eintrittspforten für Krankheiten wie Phoma. Zudem kann sich in den Minierfraßgängen Wasser ansammeln, das die Auswintersgefahr ansteigen lässt.
Die metallisch blau glänzenden Käfer fliegen von vorjährigen Befallsflächen aus in die aufgelaufenen Rapsbestände ein und durchlaufen einen Reifungsfraß. Nach etwa 14 Tagen (230 bis 250 °C-Tage) ist dieser abgeschlossen. Die Weibchen legen die Eier unmittelbar neben den Rapspflanzen auf dem Boden ab. In einem milden Herbst und bei warmer Winterwitterung kann die Eiablage bis zum Frühjahr andauern.

Die aus den Eiern schlüpfenden Larven bohren sich dann in Blätter und Stängel ein. Die Bekämpfung des Rapserdflohs sollte erfolgen, wenn in den 14 Tagen bis 3 Wochen nach Beginn des Zufluges mehr als 50 Käfer in die Gelbschalen eingeflogen sind. Gelbschalen im Abstand einer halben Fahrgasse vom Feldrand aufstellen, der dem nächsten vorjährigen Rapsschlag benachbart ist.

Die Larven sind mit den Pyrethroiden als Kontaktinsektizide nur im frühen Stadium sicher zu bekämpfen, bevor sie sich eingebohrt haben. Aus Resistenzgründen sollten unnötige Behandlungen mit Pyrethroiden unterbleiben.

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