Rübenmottenbefall

Zuckerrüben im Auge behalten


Regelmäßige Kontrollen der Zuckerrübenbestände waren in diesem Jahr unerlässlich. Nach dem Auflauf musste nicht nur das Stadium der Unkräuter, sondern erstmals seit Jahrzehnten wieder der Zuflug von virusübertragenden Läusen bonitiert werden.

Aufgrund der nachfolgend trocken-heißen Witterung waren auch gute Bedingungen für weitere Schädlinge, insbesondere für die Rübenmotte, gegeben. Der starke Befall des Vorjahres ließ auch in diesem Jahr einen höheren Druck erwarten, der sich im Laufe des Frühsommers auch bestätigte. Die Befallsgebiete haben sich im Jahr 2019 deutschlandweit ausgebreitet, nachdem sie im Jahr 2018 noch weitgehend auf den Osten beschränkt waren. Rechtzeitige Insektizid-Maßnahmen vermochten den Befall zu reduzieren. Eine komplette Verhütung war jedoch kaum möglich.

In diesen Tagen sollten nochmals Kontrollen auf den Besatz mit Rübenmottenlarven und den Schaden erfolgen. Das kann auch im Rahmen der Cercospora-Bonitur geschehen. Stark beeinträchtigte Bestände, bei denen bereits die sekundäre Fäule im Rübenherz eingesetzt hat, sollten unbedingt für die frühe Rodung vorgesehen werden. Befallene Rüben sind meist nicht mehr in der Lage neue Blätter zu entwickeln und sind deshalb im Ertragspotential begrenzt – vor allem wenn durch Trockenheit bereits ein Teil des „alten“ Blattapparates abgestorben ist.

Nach der Ernte sollte idealerweise durch eine Pflugfurche, zu mindestens durch einen intensiven Grubberstrich eine möglichst tiefe Einarbeitung der Ernterückstände erfolgen. Die als Puppe im Rübenkopf überwinternde Rübenmotte vermag in größeren Tiefen nicht mehr zu schlüpfen, sodass das Risiko eines Befalls im kommenden Jahr bereits durch das Nacherntemanagement in diesem Jahr spürbar reduziert werden kann.

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