Saatgut

Für gleichmäßige Ablage kalibrieren


Die ungleichmäßige Verteilung des Saatgutes in der Drillreihe durch pneumatische Drillmaschinen lässt sich durch Kalibrierung des Saatgutes deutlich verbessern.

Die Vorteile der Kalibrierung sind:
  • Der gleichmäßige Fluss der Samenkörner bewirkt eine bessere Verteilung in der Reihe mit der Folge, dass weniger Häufchen und Lücken entstehen
  • gleichmäßiger Feldaufgang
  • gleichmäßige Bestandes- und Pflanzenentwicklung
Durch die ungleichmäßige Verteilung des Saatguts in der Reihe nimmt das Krankheits- und Lagerrisiko zu. Die Pflanzen in den Häufchen stehen zu eng und schwächen sich gegenseitig, mit der Folge, dass die Stängel dünner bleiben. Zudem können Infektionen mit Halmbasiskrankheiten schneller angehen. Wird der Abstand zwischen den Pflanzen durch die zwangsläufig auftretenden Lücken zu groß, können dieser nicht mehr kompensiert werden. Dadurch kommt es in beiden Fällen zu Mindererträgen.

Kleinere Körner keimen im trockenen Boden schneller, weil sie weniger Wasser zum Quellen und Keimen benötigen. Größere Körner haben eine bessere Triebkraft und enthalten mehr Reservestoffe. Die Pflanzen können sich länger aus dem Saatkorn ernähren.

Bei Frühsaaten sind die Bedingungen oft trockener. Die Pflanzen haben ausreichend Zeit für die notwendige Vorwinterentwicklung, deshalb sind in diesem Fall kleinere Samenkörner (2,3 bis 2,5 mm) zu empfehlen.

Bei spätem Saattermin ist der Boden in der Regel ausreichend durchfeuchtet, so dass auch große Körner zügig keimen. Gleichzeitig ist eine starke Triebkraft erwünscht und der Keimling benötigt mehr Reservestoffe. Deshalb sind für die Spätsaat größere Körner (2,5 bis 2,8 mm bzw. auch 2,8 bis 3,0 mm) zu empfehlen.

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