Schädlingsbekämpfung

Vorsicht vor dem grünen Blattlausweibchen

Steigende Temperaturen und Feuchtigkeit begünstigen das Auftreten von Blattläusen. Die grüne Erbsenblattlaus ist einer der wichtigsten Schaderreger in den Erbsen. In den Blattlauskolonien entstehen laufend geflügelte Weibchen, die dann andere Erbsenpflanzen besiedeln.

Erbsenläuse sind zu Beginn in den noch zusammengefalteten Wipfeltrieben zu finden. Durch die Saugtätigkeit kommt es schließlich zum Hülsenabwurf und somit zu einer reduzierten Hülsenzahl. Auch das TKG leidet unter Läusebefall. Durch den Wegfall der Speicherorgane staut sich Eiweiß in der Restpflanze. Dadurch werden die Erbsen anfälliger für den Erbsenrost.

Weiterhin übertragen die Blattläuse das Gewöhnliche Erbsenmosaikvirus und das Scharfe Adernmosaikvirus. Ausgehend von anderen Leguminosen, z.B. virustragende Klee- und Luzernepflanzen, werden Blattläuse zu Virusvektoren in den Erbsen.

Bekämpfung:

Der Bekämpfungsrichtwert von 10 bis 15 Blattläusen je Trieb spiegelt die wirtschaftliche Schadschwelle durch die Saugtätigkeit der Blattläuse wider. Dabei sollte eine Kombination aus Pirimicarb (Zulassungsende: 31.07.2018) mit lambda cyhalothrin-haltigen Präparaten erfolgen. Dadurch werden versteckt sitzende Läuse über die Dampfphase des Pirimicarbs erfasst, zum anderen besitzt das lambda Cyhalothrin eine Dauerwirkung von 4 bis 7 Tage je nach Witterung. Lambda Cyhalothrin wird über direkten Kontakt oder beim Saugen aufgenommen.

Der Bekämpfungserfolg steht und fällt mit der konsequenten Kontrolle! Die meisten Insektizide mit dem Wirkstoff lambda Cyhalothrin sowie Pirimicarb dürfen zweimal in Futtererbsen angewandt werden. Beachten Sie dabei die Zulassungsbestimmungen.

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