Sklerotinia Raps

Raps-Befall mit Sklerotinia


Einer der bedeutendsten Rapskrankheiten ist Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit). Dieser Pilz befällt den Raps meist in der Blüte. Die Sklerotien (Überdauerungsformen) müssen dazu im Boden keimen.

Aus den Sklerotien treiben hellbraune trichterförmige Fruchtkörper (Apothezien) aus, die derzeit an der Bodenoberfläche zu finden sind. Damit die Sklerotien keimen können, muss der Boden in den oberen 5 cm gut durchfeuchtet und über 8 °C warm sein.

Für die Sporulation der aus den Sklerotien gekeimten Apothezien muss Blütenstaub auf die Fruchtkörper fallen, der auf dem Häutchen über dem Trichter auskeimt. Tau- oder Regentropfen setzen dann die Sporulation in Gang. Die Sporen (Askosporen) werden mit hohem Druck in die Luft geschleudert und fallen dann auf die Rapspflanzen herunter. Es genügen wenige Apothezien, um einen massiven Befall auszulösen. Für das Keimen der Ascosporen ist eine Nässedauer von 16 bis 24 Stunden notwendig. Diese ist in den Blatt- bzw. Seitentriebachseln am längsten gewährleistet.

Der Befallsdruck ist grundsätzlich höher

  • in intensiven Rapsfruchtfolgen oder
  • wenn in den letzten 3 bis 4 Jahren andere Wirtspflanzen, wie z.B. Sonnenblumen, Leguminosen, Soja, Kartoffeln oder Mohn, angebaut wurden.
  • Nicht zu vergessen: Kreuzblütler, vor allem Hirtentäschelkraut, Hellerkraut und Rauken,

die zu den Wirtspflanzen zählen und somit zur Verbreitung von Sklerotinia beitragen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats