Soja

Auf Standorten mit Bohnenfliegen mit der Aussaat warten


Besonders auf Lössböden, bei zu tiefer Aussaat und in nasskalten Frühjahren kann die Bohnenfliege zu erheblichen Bestandeslücken führen.
Taifun Tofuprodukte
Besonders auf Lössböden, bei zu tiefer Aussaat und in nasskalten Frühjahren kann die Bohnenfliege zu erheblichen Bestandeslücken führen.

Die Sojaaussaat hat jetzt auch im Süden Deutschlands begonnen. Bei der Aussaat muss unbedingt die Ablagetiefe eingehalten werden.

Eine tiefe Ablage, unter 4 cm, verzögert den Feldaufgang. Darüber hinaus erhöhen sie das Schadrisiko durch Bohnenfliegen. Den Hauptschaden verursachen die Larven (Maden) der Fliege. Diese verursachen Fraßschäden am Keimling und schädigen diesen, solange die Bohnen nicht aufgelaufen sind. Der Fraß kann im schlimmsten Fall zum Absterben des Keimlings und zum Totalausfall führen. Die angefressenen Keimlinge sind zudem anfällig für pilzliche Schaderreger (z.B. Pythium). Die direkte Bekämpfung der Fliege ist in der Sojabohne nicht möglich. Zu beachten ist:

• Organische Düngung (z.B. mit Mist) im Frühjahr meiden, weil Fliegen durch den Mist angelockt werden
• Die Bodentemperaturen sollten zur und nach der Aussaat über 10 bis 12°C liegen
• Saatgut mit guter Triebkraft verwenden
• Zu tiefe Ablage vermeiden und die Sojabohnen eher seicht ablegen (2 bis 3 cm)
• Soja nicht vor einer angekündigten kühl-nassen Wetterphase säen

Je länger die Sojabohne zum Auflaufen braucht, desto länger kann die Fliegenmade die Bohnenwurzel schädigen. Deshalb sind alle Maßnahmen von Vorteil, die das Auflaufen fördern.
Die Saatgutqualität spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Die Triebkraft der meisten Saatgutpartien wird nicht untersucht, sondern nur die Keimfähigkeit. Diese ist aber nicht mit der Triebkraft gleichzusetzen. Das Saatgut kann eine gute Keimfähigkeit haben und trotzdem nur eine schwache Triebkraft aufweisen. Deshalb sind Saatgutanalysen mit Triebkrafttest für Sojabohnen empfehlenswert, speziell auf Standorten, auf denen die Bohnenfliege schon einmal aufgetreten ist.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats