Sojabohnen

Boden für die Aussaat vorbereiten


Der Grundstein für einen hohen Sojaertrag wird mit der Bodenbearbeitung gelegt. Die Sojabohne ist ein „Tiefwurzler“ und bildet eine Pfahlwurzel aus, mit der sie bis zu 1,5 m tief wurzeln kann. Deshalb dürfen keine Störschichten das Wurzelwachstum beeinträchtigen.

 

Sind im Frühjahr noch Schadverdichtungen vorhanden, muss die Bearbeitbarkeit des Bodens in der betroffenen Schicht geprüft werden. In Trockenlagen im Osten Deutschlands (z.B. Sachsen-Anhalt, Thüringen) oder auf sandigen Böden (unter 10 Prozent Ton) ist eine Sanierung verdichteter Böden noch vor der Aussaat möglich und sinnvoll.

Ein weiteres Ziel der Bodenbearbeitung vor dem Anbau von Sojabohnen ist eine gleichmäßige, ebene Bodenoberfläche. Die untersten Hülsen der Sojabohnen sitzen in der Regel, je nach Sorte, Reihenabstand und Aussaatstärke, sehr tief und werden durch das Schneidwerk der Mähdrescher nicht immer erfasst. Die Folge sind hohe Ernteverluste. Dieses Problem wird durch eine unebene Bodenoberfläche zusätzlich verstärkt. Bis zu einem gewissen Grad können Verluste mit Hilfe der Technik (Flex-Schneidwerk) vermindert werden.

Das Sojasaatbeet muss deshalb eben, klutenfrei und feinkrümelig sein, damit ein hoher Feldaufgang, die Wirkung der Herbizide im Vorauflauf und eine Ernte mit geringen Verlusten gewährleistet sind.

Arbeitsschritte im Frühjahr:

  • 10 cm flach Grubbern (z.B. mit einem Leichtgrubber), um Feinerde zu schaffen und den Boden einzuebnen
  • nur bei Bedarf: Schadverdichtungen in einer Tiefe von 20 bis 30 cm mit dem Grubber mit schmalen 40 mm Scharen beseitigen und sofort tief rückverfestigen.
  • Walzen vor der Saat, um Boden einzuebnen und Ablagegenauigkeit zu sichern
  • Aussaat
  • bei Bedarf erneut Walzen

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