Sorten

Zuckerrüben – Welche Sorten für 2019?

In Kürze startet der Frühbestellungszeitraum für Zuckerrübensaatgut. Im Sortenportfolio haben sich nur geringfügige Veränderungen ergeben.

Bei den rizomania-toleranten Hochertragssorten führen Danicia, Annarosa, BTS 5270 N, Marley und Daphna das Feld an. Danicia und Daphna generieren ihren Bereinigten Zuckerertrag (BZE) in erster Linie über hohe Rübenerträge bei unterdurchschnittlichen Zuckergehalten und sind deshalb für späte Rodetermine und fabriknahe Standorte vorzusehen.

Bei Annarosa und BTS 5270 N können in beiden Merkmalen - Rübenertrag und Zuckergehalt - leicht überdurchschnittliche Werte festgestellt werden, was eine höhere Flexibilität in der Wahl des Rodetermins ermöglicht.

Marley ist unter den Top-Sorten die einzige Sorte, die ihren BZE über einen hohen Zuckergehalt erreicht. Muss aufgrund der Fruchtfolgekonstellation oder nicht gesicherter Befahrbarkeit bei später Ernte (sehr) früh gerodet werden, ist Marley gesetzt.

Mit Annarosa, BTS 5270 N und Daphna befinden sich gleich drei Sorten mit Nematoden-Toleranz in der Spitzengruppe. Da keine Ertragseinbußen durch den Anbau nematodentoleranter Sorten unter Nichtbefallsbedingungen zu erwarten sind, sollte auch bei Unsicherheit über das Auftreten von Nematoden am Standort in jedem Fall eine tolerante Sorte angebaut werden.

Insbesondere im Süden ist die Bekämpfung von Cercospora allein mit Fungiziden kaum mehr möglich. Bei bekannten Minderwirkungen von Fungiziden und Bekämpfungsproblemen in der Vergangenheit sollten verstärkt blattgesunde Sorten wie bspw. Annarosa, BTS 8750 N, BTS 440 oder BTS 770 angebaut werden, um den Druck auf die Fungizidwirkstoffe zu verringern.

Für spezielle Probleme stehen mit Beretta (Rübenkopfälchen), Isabella (Rhizoctonia) und Rhinema (Rhizoctonia + Nematoden) entsprechende Sorten zu Verfügung.

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