Spätsaaten sind besonders gefährdet

Gute Bedingungen für Brachfliegen


Die Made der Brachfliege schadet im Frühling den Wintergetreidepflanzen. In manchen Regionen waren die Bedingungen im vergangenen Sommer jedoch sehr günstig für die Entwicklung.

Die Brachfliege bildet nur eine Generation pro Jahr aus und steht deshalb nicht vordergründig im Verdacht begünstigt durch die hohe Temperaturen einen starken Populationsaufbau durchgeführt zu haben. Dennoch waren die Bedingungen in den Sommermonaten regional günstig für die Entwicklung dieses Schädlings. Deshalb ist mit einem höheren Druck im Frühjahr zu rechnen.

Die Brachfliege befällt in erster Linie Spätsaaten von Winterweizen, Winterroggen oder auch Wintertriticale. Schädigend wirkt ausschließlich die Larve, die sich im zeitigen Frühjahr nach dem Schlupf in die Wintergetreidepflanzen einbohrt und dort die Triebe in Höhe des Bestockungsknotens abfrisst. Das Herzblatt vergilbt und lässt sich später leicht herausziehen. Die Made befindet sich dann häufig noch an der Triebbasis.
Zur Eiablage dienen den Weibchen brachliegende Flächen (namensgebend) ohne Bewuchs, wie sie nach der Ernte von Raps oder in Kartoffeln mit abgestorbenem Kraut oder in lückigen Zuckerrübenbeständen vorliegen. Feinkrümelige Bodenstruktur begünstigte die Eiablage. Vereinzelte Niederschläge im September reichten aus, um das Vertrocknen der Eier zu verhindern.

Aufgrund der guten Voraussetzungen ist bei später Winterweizenaussaat eine Beizung gegen die Brachfliege zu empfehlen. Die Zulassung von Contur Plus (Wirkstoff: beta-Cyfluthrin) ist ausgelaufen. Restmengen dürfen noch bis zum 30.06.2019 aufgebraucht werden.

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