Aussaat

Worauf ist bei Stoppelweizen zu achten?


Stoppelweizen sollte in diesem Jahr auf keinen Fall zu früh gesät werden. Die Bodentemperaturen liegen im Saathorizont in den meisten Regionen immer noch über 15 oder sogar über 18 °C.

 Aufgrund der Wettervorhersagen sind für die nächsten 10 Tag auch keine Abkühlung und auch keine ausgiebigen Regenfälle in Sicht, die zum schnellen Abkühlen des Bodens unter 12 °C führen würde.

Ohne besondere Vorkehrungen wie die Beizung mit Silthiofarm (Latitude) sollte Stoppelweizen erst gesät werden, wenn die Bodentemperaturen nach dem Auflaufen unter 12 °C sinken, um dem Risiko eines Befalles mit Schwarzbeinigkeit aus dem Weg zu gehen. Die trockenen Bodenbedingungen verringern das Risiko von Schwarzbeinigkeit und auch von Fusarien nicht, ein Befall ist trotz der Trockenheit möglich.

Welche Eigenschaften sollten Sorten als Stoppelweizen haben?

• früher, rechtzeitiger Abschluss der vegetativen Phase (=Trieb-, Ährenanlage)
• zügige generative Entwicklung mit frühem Ährenschieben und schneller Kornfüllung
• gutes Regenerationsvermögen der Wurzeln nach Winter
• gute Halmbruchresistenz
• tolerant gegen Septoria tritici und DTR

Die Geschwindigkeit der Kornfüllung ist ein wichtiger Aspekt für einen Stoppelweizen. Ist die Kornfüllung schnell, ist es weniger nachteilig, wenn die Wurzeln krankheitsbedingt schnell abgebaut werden. Eine zügige Kornfüllung ist besonders bei schneller Abreife infolge von Hitze oder Trockenheit von Vorteil. Die Kornfüllung wird unterstützt durch eine hohe Kornzahl je Ähre. Eine hohe Kornzahl je Ähre hat eine hohe Anziehungskraft auf die Assimilate in den Blättern, Dadurch werden diese schneller in die Ähre transportiert („sink-Effekt“).

Eine hohe Kornzahl je Ähre ist sortenbedingt und wird durch eine lange Vegetation im Kurztag erreicht. Das spricht für eine möglichst frühe Aussaat, auch unter dem Aspekt der oben genannten Probleme, wenn die Vegetationsruhe im Frühjahr länger anhält.

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