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Das ist die richtige Bodenbearbeitung nach Hackfrüchten


Die Rodung von Hackfrüchten verändert das Bodengefüge gravierend. Vor allem beim Kartoffelroden entsteht oberflächlich eine Schicht mit hohem Sand- und Schluff-Anteil. Das ist vor allem bei Starkniederschlägen ein Problem.

Ursache ist die abgesiebte Erde, die eine Schicht mit höherem Sand- und Schluff-Anteilen auf der Oberfläche entstehen lässt. Diese Schicht neigt vor allem nach Starkniederschlägen zum Verschlämmen beziehungsweise zum Verdichten.

Auf Scheibenegge verzichten

Je nach Bodenbearbeitung hat das unterschiedliche Auswirkungen auf die Nachfrucht. Bei nur flacher Bodenbearbeitung wird das nachfolgende Getreide in den verschlämmten Horizont gedrillt. Dadurch ist der Auflauf erschwert und auch die Bestockung leidet darunter. Zudem werden dadurch tiefe Fahrspuren nicht beseitigt. Aus diesen Gründen sollte eine Scheibenegge nach Kartoffeln und Rüben nicht zum Einsatz kommen.

Erst Grupper, dann Pflug

Wird nach der Ernte sofort gepflügt, entsteht ein Verdichtungshorizont auf Pflugsohlentiefe. Später in der Vegetation werden Wurzelwachstum sowie Kapillarität eingeschränkt. Außerdem verrotten untergepflügte Knollen beziehungsweise Rüben in tieferen Bodenschichten schlechter. Deshalb sollte die Siebschicht auf der Oberfläche erst mit einem Grubber auf 15 bis 20 cm eingearbeitet werden, auch wenn danach gepflügt wird.

Ein sauberes Unterpflügen stark mit Cercospora befallener Rübenrückstände und vor allem mit Rübenmottenlarven belasteter Blätter ist in diesem Jahr dringend angeraten, um die Belastung der in der Nachbarschaft angebauten Rüben im kommenden Jahr zu mindern.

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