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Tiefgesäte Getreidebestände regulieren

Viele Landwirte haben bedingt durch die Trockenheit ihr Getreide auf 4 bis 6 cm, z.T. noch tiefer abgelegt, weil in dieser Schicht ausreichend Feuchtigkeit zum Keimen vorhanden war. Das Getreide ist in diesem Fall auch gut aufgelaufen. Die tief abgelegten Pflanzen haben aber ein langes Hypokotyl und sehr lange Blätter gebildet.

Durch den Lichtmangel im Auflaufen steigt der Auxinpegel und die Zellen strecken sich stärker, um das Auflaufen der Pflanze zu ermöglichen. Dieses Phänomen ist auch im Forst zu beobachten, wenn beschattete Bäume sich mehr strecken um schneller ans Licht zu kommen.

Die ersten 3 Blätter benötigen dazu aber mehr Zeit und Energie. In der Folge bestockt die Pflanzen später und schlechter.

Ein hoher Auxinpegel der Pflanze kann durch das Enzym Auxinoxidase abgebaut werden. Dafür muss die Pflanze ausreichend mit Mangan versorgt sein, das derzeit aber im lockeren Boden schlecht verfügbar ist. Deshalb ist eine Blattdüngung mit Mangan angebracht, um das weitere Vergeilen der Pflanzen zu unterbinden und die Seitentriebbildung zu fördern.

Mangan hat zudem durch die Förderung der Kohlenhydratsynthese einen positiven Effekt auf die Winterhärte der Pflanze.

Eine andere Möglichkeit besteht im Brechen der apikalen Dominanz. Einfachstes Mittel dazu ist Walzen. Durch das Walzen wird das Vergeilen der Pflanzen unterbunden und die Bestockung gefördert.

Durch Kombination dieser Maßnahmen kann die Bestandesdichte eines Getreidebestandes gesichert werden.

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