Tipps

Die richtige Bodenbearbeitung finden


Vor dem Beginn der Bodenbearbeitung sollten zunächst die Ziele definiert werden. Sie können reichen von einem sicheren Feldaufgang über sichere Herbizidwirkung bis zum Erosionsschutz.

Eine Spatenprobe ist dabei sehr hilfreich. Danach kann leichter abgeschätz werden, welches Verfahren passt und welche Werkzeuge/Arbeitsgeräte auszuwählen sind. 

Ziele + Lösungen bei der Bodenbearbeitung

Stroh verteilen

• Zinkengeräte mit einem engen Strichabstand (15 cm): je enger, desto besser, z.B. Strohstriegel
„erste“ Feinerde sichern + Strohrotte einleiten + Ausfallgetreide zum keimen bringen
• Zinkengerät mit engem bis mittlerem Strichabstand (unter 25 cm) 5 bis 10 cm tief
• Scheibenegge, bei gut verteiltem Stroh oder geringer Strohmengen (Abgefahren)
5 bis 10 cm tief
Durch den flachen Arbeitsgang ist das Risiko von Kluten gering. Werden hier bereits Kluten produziert, muss flacher gearbeitet werden. Scheibeneggen können zum Einsatz kommen, wenn kein Stroh verteilt werden muss, und die Stoppel kurz sind.
Wurzelraum schaffen + Strohrotte fördern + Dünger tief einmischen
• Zinkengerät mit einem an den Boden angepassten Strichabstand, 20 bis 30 cm tief
o unter 25 cm Abstand + breite Schare  leichte Böden oder intensives Mischen
o über 25 cm Abstand + schmale Schare  schwere Böden
• Pflug – 20 bis 30 cm tief
o bei strukturarmen Böden (z.B. Sand)
o bei einer erwünschten wendenden Bearbeitung
(Ausfallgetreide in Getreide verhindern)
Um ein besseres Resultat zu erreichen, sollte auf 2/3 der Pflugtiefe vorher mit einem Zinkengerät gearbeitet werden.
Tiefe Verdichtungen „aufbrechen“
• Zinkengerät mit schmalen Scharen und einem weiten Strichabstand (über 40 cm)
Damit mit der tiefen Bodenbearbeitung keine Kluten oberflächlich produziert werden, muss der Boden vorher schrittweise bearbeitet werden. Somit wird das Ziel eines sicheren Feldaufgangs der Folgefrucht gewährleistet. Ist dieses Ziel immer vor Augen und wird die Arbeit dem entsprechend immer kontrolliert, steht dem Erfolg nichts im Wege.

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