Unkrautbekämpfung

Sojabohne von Anfang an sauber halten

Im Süden hat bereits die Aussaat von Sojabohnen begonnen. Teils sind die ersten Keimlinge kurz vor dem Durchstoßen. Bevor dies geschieht, muss auf jeden Fall ein Herbizid gespritzt werden.

Die Sojabohne reagiert auf Verunkrautung sehr empfindlich. Das hängt mit der langsamen Jugendentwicklung und dem späten Reihenschluss zusammen. Dadurch hat die Soja eine geringe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter.

Verunkrautung bedeutet nicht nur verstärkte Konkurrenz um Wasser- und Nährstoffe, sondern auch mehr Probleme mit der Ernte (ungleichmäßige Abreife und Kornfeuchte). Deshalb ist es zwingend notwendig, die Sojabohne von Anfang an sauber zu halten.
Ähnlich wie der Mais verträgt auch die Sojabohne eine frühe Verunkrautung sehr schlecht. Dazu kommt noch, dass die Bekämpfung dikotyler Unkräuter im Nachauflauf nur noch mit dem Wirkstoff Thifensulfuron möglich ist. Deshalb ist die Unkrautbekämpfung im Vorauflauf dringend angeraten.

Dafür stehen folgende Wirkstoffe zu Verfügung:

Vorauflaufherbizide in Sojabohnen

  • Clomazone
  • Metribuzin
  • Dimethenamid
  • Flufenacet
  • Pendimethalin

Bei den Wirkstoffen Pendimethalin und Metribuzin kann es zu Verträglichkeitsproblemen kommen.

Pendimethalin ist vor allem auf leichten und/oder feuchten Böden kritisch zu sehen. Starkregen nach der Spritzung führt zur Einwaschung des Wirkstoffes. Gelangt der Wirkstoff in die Wurzelzone, kann es im Extremfall zu Pflanzenausfällen oder später zum Umknicken der Pflanzen führen, bedingt durch der „Glasigkeit“ der Stängel. Diese entsteht durch Einschnürungen des Wurzelhalses.

Verträglichkeitsprobleme mit dem Wirkstoff Metribuzin beziehen sich auf einzelne Sorten, z.B. ES Mentor. Wachstumsstörungen und Nekrosen träten verstärkt auf, wenn die Bodenoberfläche nach der Applikation des Herbizides bis zum Auflaufen der Pflanzen trocken bleibt und es erst danach regnet. Durch Regentropfen wird Erde mit dem Herbizid auf die Blätter gespritzt. Dort kommt es zu Nekrosen. Wenn es vor dem Auflaufen der Soja regnet, wird das Herbizid an die oberste Bodenschicht gebunden. Dadurch ist ein nachfolgender Schaden deutlich geringer.

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