Unkrautsamen

Wovon hängt die Keimung ab?

Damit Unkrautsamen zum Keimen kommen, sind Wasser, Wärme und ein Lichtreiz notwendig.

 Klettenlabkraut ist ein Dunkelkeimer, benötigt aber ebenfalls einen Lichtreiz von allerdings nur wenigen Millisekunden. Dazu genügt das Aufwerfen des Bodens durch die Bearbeitung. Flachkeimer, z.B. Kamille oder Windhalm benötigen dagegen eine längere Belichtung, die je nach Struktur der Bodenoberfläche 0,5 bis 1 cm als diffuses Licht in den Boden hinein reicht. Das gleiche gilt für die Trespenarten. Deshalb können Windhalm, Kamillen und Trespen das ganze Jahr über keimen. Feinsamige Unkräuter keimen i.d.R. aus flacheren Bodenschichten als großkörnige.

Dunkelkeimer wie das Klettenlabkraut können auch spät im Frühjahr noch auflaufen. Der dazu notwendige Lichtreiz gelangt durch Bodenrisse in tiefere Schichten. Frost- oder Trockenrisse lassen Klettenlabkraut, Taubnessel, Knötericharten oder auch den Ackerfuchsschwanz aus einer Tiefe von mehreren Zentimetern keimen, deshalb sind sie im Frühjahr vorwiegend in Bodenrissen zu finden.

Kreuzblütler können aufgrund des hohen Ölgehaltes nur bei ausreichender Feuchtigkeit auch aus der obersten Bodenschicht keimen. Überwiegend laufen Kreuzblütler-Samen aus 2 bis 3 cm Tiefe auf. In einem trockenen Herbst keimen Kreuzblütler wie der gesäte Raps ganz verzettelt, wenn die Keimfeuchte für einen zügigen Auflauf nicht ausreicht.

Solange der Keimling nicht ausgetreten ist, kann der Keimprozess noch gestoppt werden, ohne dass der Sämling abstirbt. Wenn danach die Voraussetzungen für das Auflaufen gegeben sind, kommt der Kreimprozess wieder in Gang. Bei flach liegenden Unkrautsamen kann die Keimwurzel durch geringe Feuchte ausgetreten sein. Wenn danach nicht genug Wasser vorhanden ist, stirbt der Sämling ab.

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