Wachstumsregler

Frostnächte abwarten


In diesen Tagen ist vor allem im Norden Deutschlands mit wiederkehrenden Nachtfrösten zu rechnen. Anstehende Wachstumsregler-Maßnahmen sollten deshalb besser in die Karwoche verschoben werden.

Frühe Getreide-Arten (Wintergerste, Roggen) werden bis dahin sicher in der „Großen Periode“ sein. In dieser Phase des starken Streckungswachstums der Ähre sollten in der Regel keine Wachstumsregler oder Herbizide gespritzt werden.

Da die Wintergerste - anders als Roggen, Triticale oder Weizen - kein abschließendes Spitzenährchen bildet, sondern ein Spitzenmeristem, ist das Kürzen gegen Ende der „Großen Periode“ weniger dramatisch, in üppigen Beständen sogar von Vorteil, weil ein Übermaß an Kornanlagen vermieden wird. Wenn gut entwickelte Gerste noch nicht gekürzt wurde, sollte deshalb zügig nach Abklingen der Nachtfröste behandelt werden.

Roggen hingegen muss differenziert betrachtet werden. Standfeste Sorten wie Binntto können vor allem auf leichtem Boden und vor dem Hintergrund der zu erwartenden strahlungsreichen und trockenen Witterung mit der Kürzung bis zum Fahnenblatt geschoben werden, das ist in den frühen Beständen bereits gegen Ende der Karwoche der Fall. Lageranfällige Sorten sollten in jedem Fall noch vor Ostern gekürzt werden, wenn bis jetzt noch kein Wachstumsregler gespritzt wurde. Dazu bietet sich die Kombination von Ethephon mit Medax Top an, dass aufgrund seiner vergleichsweise kurzen Wirkung das Heranreifen der Pollen weniger verzögert.

Die ersten Roggenbestände werden sofort nach Ostern die Grannen schieben.

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