Wachstumsregler Winterraps

Wachstumsregulierung des Rapses im Frühjahr


Als Wachstumsregler stehen im Raps
  • Azole mit gibberellinsynthesehemmender Wirkung (z.B. Metconazol, Paclobutrazol, Tebuconazol), der frühe Gibberellinsynthese-Hemmer Mepiquat-chlorid (im Carax) und
  • im Frühjahr das Trinexapac (Moddus)
  • zur Verfügung.

Die Azole greifen wie das CCC früh in die Gibberellinsynthese ein und müssen deshalb früh - möglichst vor dem intensiven Streckungswachstum ab einer Bestandeshöhe von 10 cm eingesetzt werden.

Das Trinexapac hemmt dagegen den letzten Schritt in der Gibberellin-Synthese und kann auch noch in der Streckung im Knospenstadium gespritzt werden.

Azole und Mepiquat-chlorid haben eine stauchende Wirkung vor allem auf den Haupttrieb des Rapses, damit wird dessen Apikaldominanz abgeschwächt. Dadurch können sich die unteren Verzweigungen stärker entwickeln.

Wurde der Raps noch spät im Herbst (Ende Oktober) gekürzt, so dass die Pflanzen jetzt noch stark gestaucht wirken, sollte mit der Kürzung gewartet werden, bis die Streckung in Gang gekommen ist und der Spross wenigstens 20 cm lang ist.

In „normal“ entwickelten Beständen kann die Einkürzung erfolgen, sobald der Spross eine Länge von 15 bis 20 cm Länge erreicht hat und die Blätter der unteren Seitentriebe aus den Blattachseln herauswachsen.

In schwachen bzw. ungleichmäßig entwickelten Beständen wird durch die frühe Einkürzung ab 5 bis 10 cm Sprosslänge die Verzweigung der Einzelpflanze gefördert und der Bestand egalisiert.

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