Kaliumdüngung

An Fruchtfolge und Boden anpassen


Je toniger ein Boden ist, umso weniger relevant ist die Aufteilung der Kalidüngung in der Fruchtfolge. Trotzdem muss die Absättigung der Tonminerale (v.a. Illite und Vermicullite) mit Kali berücksichtigt werden.

 

Als grobe Faustzahl sollten wenigstens 1mg Kalium je Prozent Ton in eher feuchten Lagen und 1,5 bis 2mg K auf Trockenstandorten vorhanden sein.

Die Kalisättigung im Optimalbereich gewährleistet auch bei Trockenheit eine ausreichende Kaliverfügbarkeit und ist auch eine unabdingbare Voraussetzung für eine möglichst gute NH4-Stickstoffwirkung. Bei ungenügender Kalisättigung schwerer Böden wirken NH4-betonte N-Dünger mit zunehmender Trockenheit schlechter.

Liegt die Kalisättigung im Optimalbereich, können vor Blattfrüchten wenigstens 50 Prozent der über die Fruchtfolge notwendigen Kalimenge gedüngt werden. Der Rest wird zum 2. (oder 3.) Getreide in der Fruchtfolge, nicht aber zum Blattfruchtweizen ausgebracht. Dieser profitiert von der Nachlieferung aus den Ernterückständen der Blattfrucht. Nur auf sandigen Böden mit weniger als 8 Prozent Tonanteil und ausreichender Kalisättigung sollte eine Kaliumdüngung in niederschlagsreichen Gebieten zu jeder Frucht im Frühjahr erfolgen, um einer Auswaschung vorzubeugen.

Liegt die Kalisättigung dagegen unter dem Optimum, sollten zu Blattfrüchten, d.h. zu Zuckerrüben, Soja und Raps 2/3 der über die Fruchtfolge notwendigen Kalimenge gedüngt werden und zum abtragenden Getreide wenigstens der Nettoentzug. Wer Blattfrucht-Getreide in ständigem Wechsel anbaut, gibt das Kali immer nur zur Blattfrucht.

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