Was ist in den nächsten Tagen zu tun?

Herbizideinsatz bei Trockenstress

In den meisten Betrieben neigt sich die Getreideaussaat bereits dem Ende zu. Frühgesäte Bestände haben bereits das 3- bis 5-Blattstadium erreicht und sind in der Bestockungsphase.

Steht noch die Aussaat an, sollte die Saattiefe trotz der derzeit noch trockenen Bedingungen (Boden 5 bis 10 cm trocken), möglichst flach (2 cm) gehalten werden und die Saatstärke dem voraussichtlichen Auflauftermin angepasst werden. Bestände die vor Vegetationsende noch bestocken können, sollten im Herbst noch mit Herbiziden behandelt werden. Aufgrund der aktuell trockenen Bedingungen, ohne Aussicht auf Regen in dieser Woche, sollte der Einsatz von Bodenherbiziden (z.B. FFA) verschoben und später durch blattaktive Herbizide (z.B. DFF, DEN-/FOP-Mittel) ergänzt werden, wenn die Unkräuter aufgelaufen sind. Ist das Getreide schon aufgelaufen und verliert tagsüber infolge des Trockenstress den Turgor, sollte mit Herbizidmaßnahmen gewartet werden.

In den Rapsbeständen steht aktuell in einigen Beständen die Bekämpfung von Ochsenzunge, Kornblume, Klatschmohn, Kamile, Rauken oder Stiefmütterchen mit Bifenox und oder Wuchsstoffen (Clopyralid, Picloram, Aminopyralid) an. Die strahlungsreichen Bedingungen in den nächsten Tagen bieten sich (im 6 Blattstadium) optimal für Bifenox-Maßnahmen an.

Des Weiteren müssen jetzt Gräser (Ausfallgetreide, Windhalm, Trespe und Ackerfuchsschwanz) kontrolliert werden und bei starkem Besatz mit Gräsermittel (FOP-, DIM-Mittel) bekämpft werden. Für den Einsatz von Propyzamid (Kerb flo) sind die Bodentemperaturen derzeit noch zu hoch (über 10 °C).

Sind die Gräser zu dem Zeitpunkt der Nachkürzung im 8 bis 10 Blattstadium des Rapses weit bestockt (tief wurzelnd) empfiehlt es sich die Nachkürzung mit FOP- oder DIM-Mittel zu kombinieren, aber nicht wenn 5 Tage vor oder nach der Behandlung Nachtfröste zu erwarten sind.

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