Welkekrankheit

Colletotrichum-Befall in Kartoffel

In den letzten Jahren nimmt der Befall mit Colletotrichum coccodes stark zu. Fällt der Befall mit der natürlichen Abreife zusammen, wird er leicht übersehen.

 

Tritt bereits zur Blüte ein erster Befall auf, brechen die Bestände regelrecht zusammen. Ein starker Ertragsrückgang sowie Qualitätsprobleme sind die Folge! Die genaue Ansprache von Colletotrichum ist nicht ganz einfach. Die Symptome eines Befalls mit Colletotrichum werden oft mit den Symptomen durch andere Ursachen im Feld verwechselt. Zu Beginn vergilben die unteren Blätter. Im weiteren Verlauf vertrocknen Blätter und Blattstiele. Die Stängel befallener Pflanzen bleiben lange grün, ehe sie auch weit vor der Abreife vertrocknen. Als sicheres Erkennungsmerkmal dient die vermorschte Wurzel. An dieser lässt sich die Rindenschicht leicht vom Markzylinder lösen. Dabei kommen die Mikrosklerotien zum Vorschein.
Colletotrichum befällt vor allem in Jahren mit trockenheißer Sommerwitterung. Oft geht nasskalte Witterung zu Vegetationsbeginn voraus.

Alle Stressfaktoren für die Kartoffelpflanze begünstigen den Befall mit Colletotrichum. Aus diesem Grunde ist ein integrierter Bekämpfungsansatz sinnvoll:
  • Weite Fruchtfolge, mindestens 3jährige Anbaupause der Kartoffel
  • Gesundes Pflanzgut
  • Bodenstruktur fördern
  • Bodenverdichtungen vermeiden
  • Sortenresistenz nutzen
Neben diesen integrierten Maßnahmen hat die chemische Furchenbehandlung mit Ortiva eine gute Wirkung.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats