Wintergerste

Bodenbearbeitung nach der Ernte


Die Wintergerstenernte ist im Osten Deutschlands seit Anfang letzter Woche in Gange. Die Erträge schwanken zwischen knapp 30 bis fast 100 dt/ha.

Im Anschluss an die Ernte steht die erste Bodenbearbeitung an. Für die Nachverteilung des Strohs und das Brechen der Kapillarität kommt dazu der Schwerstriegel in Betracht. Scheibeneggen rollen nur über das Stroh und ziehen es nicht auseinander. Ist der Boden zudem bis unter die Krume ausgetrocknet und fest, können Scheibeneggen können nur die Bodenoberfläche ankratzen.

Zinkengeräte mit engem Strichabstand sind deshalb für den ersten Stoppelsturz besser geeignet, da sie Strohhaufen auseinanderziehen.

Die Scheibenegge kann bei optimal verteiltem Stroh zum Einsatz kommen, um das Stroh besser mit dem Boden zu vermischen.

Die Arbeitsrichtung sollte am besten zwei Mal im 45°-Winkel zur Druschrichtung erfolgen. Bei steilerem Winkel ist die Strohverteilung deutlich schlechter.

Der Stoppelsturz dient einerseits zum Brechen der Kapillarität und soll das Auflaufen der Ausfallgerste und von Unkrautsamen ermöglichen. Ist die Krume trocken sollte nicht zu flach (unter 5cm) gearbeitet werden. Die Erfahrungen aus dem letzten Jahr zeigen, dass Getreidekörner auch aus 10-12 cm ohne Probleme auflaufen können. Vorteil, in tieferen Schichten ist der Boden kühler. Dadurch wird die Keimruhe der Gerste schneller abgebaut und im Falle von Regen kann der Boden mehr Wasser speichern.

Das Ausfallgetreide sollte aus phytosanitären Gründen spätestens im 3-Blattstadium beseitigt werden. Dadurch wird die „grüne Brücke“ für Schädlinge (z.B. Läuse, Zikaden, Mäuse) oder Krankheiten (z.B. DTR, Septoria, Schwarzbeinigkeit) unterbrochen.

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