Wintergetreide

Getreidelaufkäfer auf Lößstandorten in Ostdeutschland


Der Befall mit Laufkäfer beschränkte sich bislang auf den Randbereich von Schlägen, deren Nachbarschlag im Vorjahr Getreide stand bzw. auf pfluglos bestelltes Stoppelgetreide.

Bei starkem Randbefall ist eine Nachsaat am besten mit Kreiselegge und Drillmaschine angebracht, um die Wohnröhren der Käfer zu zerstören. Laufkäfer-Larven schädigen alle Wintergetreidearten, vor allem Frühsaaten, die noch bei höheren Bodentemperaturen auflaufen. Die auflaufenden Getreidepflanzen werden durch die bis zu 3 cm lange Käferlarve aber auch durch den Käfer selbst abgefressen. Der Fraß erfolgt an der Blattbasis, daraufhin vergilbt die Blattspreite und stirbt ab.

Schadschwelle und Bekämpfung

Werden im Herbst bis zu 10 geschädigte Triebe je m2 gezählt, ist eine Bekämpfung der beißenden Insekten mit Pyrethroiden erforderlich

• im Blattfruchtgetreide auf einer Teilbreite entlang des Schlagrandes
• bzw. auf den befallenen Bereichen im Getreide nach Getreide

Die Behandlung sollte in den Abendstunden erfolgen, wenn die Laufkäfer-Larven aktiv sind. Sinnvoll ist die Zumischung von Haftmitteln (z.B. Designer) zu den Pyrethroiden.

Vorbeugende Maßnahmen

• in Befallslagen kein Getreide nach Getreide anbauen
• sorgfältige Stoppelbearbeitung sofort nach der Ernte verringert Larvenbesatz
• tiefe Bodenbearbeitung zerstört Rückzugsmöglichkeit in die Wohnröhren
• konsequente Bekämpfung von Ausfallgetreide und Gräsern

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