Winterraps

Junge Kohlfliegenlarven trotz Lumiposa-Beize


Die Trockenheit in den vergangenen Monaten hat der Kohlfliegen-Population stark zugesetzt. Insbesondere die Eimortalität nahm in der ausgetrockneten obersten Bodenschicht stark zu. So konnte sich trotz hoher Temperatursummen und einer zusätzlichen Generation keine hohe Populationsdichte aufbauen.

Befall mit Larven der Kohlfliege ist in erster Linie ein Problem der leichten, schüttfähigen Böden. Landwirte haben auf diesen Standorten haben zu einem hohen Prozentsatz auf die Lumiposa-Beize zurückgegriffen und konnten damit den besonders problematischen Frühbefall im Griff behalten. Seit der letzten Wochen sind auch in Lumiposa-gebeiztem Beständen die ersten jungen Larven an den Wurzeln der frühgesäten Rapspflanzen zu finden, die mittlerweile bereits das 8 Blatt-Stadium erreicht haben.

Die vergleichsweise geringe Wasserlöslichkeit des Wirkstoffs Cyantraniliprole, die auch der Grund für die fehlende Verlagerung in den Spross und damit für die ausbleibende Erdflohwirkung ist, hat offenbar unter den diesjährigen, trocknen Bedingungen für eine lange Dauerwirkung gegen die Larven der Kohlfliege gesorgt. So wurde die im Vergleich zu den Neonicotinoiden sehr viel geringere Persistenz im Boden durch die Trockenheit und die damit einhergehenden schlechten Abbaubedingungen offenbar verlängert.

Vom jetzt zu beobachtenden, späten Larvenbefall sind keine massiven Schädigungen (Pfahlwurzelverlust) mehr zu erwarten. Dennoch stellen die Fraßstellen hervorragende Eintrittspforten für bodenbürtige Krankheitserreger wie Phoma, Verticillium oder Sklerotinia dar.
Eine Bekämpfung des Larvenbefall an der Wurzel ist nicht möglich.

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