Winterweizen

Halmbruch nicht unterschätzen


(Fast) unbemerkt hat sich in früh aufgelaufenen Weizenbeständen der Halmbruch-Pilz eingenistet. Im Schatten der wenig mit Krankheiten befallenen Blätter wurden Verbräunungen an der Halmbasis häufig übersehen.

Mittlerweile zeichnen sich vor allem in anfälligen Sorten (z.B. Tobak, Elixer, Kashmir) bereits deutliche Medaillon-Flecken ab. Da Halmbruch in späteren Wachstumsstadien nur noch schwer bekämpft werden kann, sollte in Beständen, in denen mehr als 2 von 10 Halmen Verbräunungen aufweisen zügig gehandelt werden. Gute Wirkung gegen Halmbruch haben die Wirkstoffe Cyprodinil, Prothioconazol, Bixafen und Boscalid. Weniger stark ist die Wirkung von Metrafenone, Prochloraz oder Tebuconazol einzuschätzen.

Da alle Wirkstoffe nur akropetal (nach oben zur Blattspitze hin) transportiert werden, ist das Treffen der Halmbasis besonders wichtig. Große Tropfen haben eine höhere kinetisch Energie und durchdringen gerade dichte Bestände deutlich besser. Geringe Fahrgeschwindigkeit unterstützen diesen Effekt. Behandlungen in den Morgenstunden in noch taunasse Bestände sind möglich und sinnvoll. Wird am Abend behandelt, können Superspriter das Ablaufen der Spritzbrühe an die Halmbasis fördern.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats