Winterweizen

Kontaktinfektion der Ähre mit Fusarien verhindern


In den vergangenen Tagen fielen deutschlandweit teils ergiebige Niederschläge. Besonders im Süden und Westen wurde das Aufnahmevermögen der Böden überschritten.

Erheblicher Oberflächenabfluss, Erosion und Überschwemmungen waren die Folge. Für die im Fahnenblattstadium befindlichen Winterweizenbestände steigt mit den intensiven Niederschlagsereignissen die Gefahr für Infektionen mit Fusarien. Erreger wie Fusarium culmorum und Microdochium nivale „springen“ mithilfe der kinetischen Energie der schweren Regentropfen über die Blattetagen hinauf bis auf das Fahnenblatt. Dort werden sie an die Ligula gespült und infizieren die Ähre beim Durchschieben. Auf diese Weise werden die Ähren mit Fusarium infiziert, ohne Regen während der Blüte.

Nach den Niederschlägen sollten deshalb Fusarium wirksame Wirkstoffe auf das Fahnenblatt gespritzt werden. Hierzu zählen Prothioconazol, Tebuconazol, Metconazol oder Prochloraz. Strobilurine und Carboxamide können Fusarium-Infektionen nicht verhindern.

Wurden Fungizide ohne Fusarium-Komponente in frühen Beständen bereits auf das Fahnenblatt gespritzt und der Bestand befindet sich noch im Ährenschieben, ist unabhängig von der Witterung eine Spritzung gegen Fusarien zu Blühbeginn einzuplanen.

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