Wurzelunkräuter

Maiskrankheiten sicher bekämpfen

Die Bekämpfung von Wurzelunkräutern, wie z.B. Disteln, Winden, Ampfer und Schachtelhalm, verursacht in den meisten Hackfrüchten große Probleme. Im Mais wiederum ist die Bekämpfung dieser Unkräuter gut möglich und deshalb auch zu empfehlen.

Winden (Zaunwinde, Ackerwinde) haben in den letzten Jahren in Fruchtfolgen mit Mais, Soja oder Zuckerrüben stetig zugenommen. Eine sichere Bekämpfung im Mais ist nur mit Dicamba möglich. Die Winde muss dazu eine Länge von wenigstens 15 cm haben, damit sie ausreichend Wirkstoff aufnimmt. Chlorotika wie das Mesotrione oder Sulcotrione brennen die Winden nur oberflächlich ab und wirken nicht nachhaltig.

Die Kombination mit Sulfonylharnstoffen ist nicht ratsam, denn diese schränken die Wirkung des Dicambas ein.

Das Dicamba als Wuchsstoff erfordert ausreichend hohe Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit und bedecktem Himmel. Unter 18 °C Tagestemperatur sollte das Dicamba nicht gespritzt werden. Die Nachttemperaturen sollten über 8 °C liegen.

Bei Temperaturen über 25°C und gleichzeitig hoher Luftfeuchte (z.B. vor Gewitterwetter) können sich die Maispflanzen nach der Applikation stark verkrümmen oder auch ganz auf den Boden legen. Diese richten sich nach einer Zeit wieder auf. Durch das Liegen entsteht ein „Säbelbein“, das das Lagerrisiko erhöht.

Schachtelhalm ist ein Problemunkraut, das in keiner Kultur im Bestand wirklich nachhaltig bekämpft werden kann. Im Mais können die Pflanzen mit Triketonen wie z.B. das Mesotrione (Callisto)oberflächlich „abgebrannt“ werden. Das Abbrennen schwächt die Pflanzen, die aber wieder austreiben.

Disteln können im Mais mit Dicamba oder mit Clopyralid + Picloram sicher bekämpft werden. Wichtig ist eine ausreichend große Blattmasse der Distel. Deshalb sollte diese im Minimum 6 Blätter zum Zeitpunkt der Bekämpfung haben. In diesem Fall nimmt die Pflanze ausreichend Wirkstoff auf. Dadurch wird die Tiefenwirkung verbessert.

Ampfer kann mit Thifensulfuron im Mais sicher bekämpft werden. Ähnlich wie bei den vorherigen Wurzelunkräutern ist auch dazu eine ausreichende Blattmasse erforderlich.

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