Zeit nutzen

Quecken bekämpfen


Um der zunehmenden Verqueckung Herr zu werden, muss das Zeitfenster nach der Ernte genutzt werden. Die erfolgreiche Bekämpfung setzt neben mechanischen Maßnahmen den Einsatz von Glyphosat-Mitteln voraus.

Die Quecke ist nicht nur Konkurrent für die Kulturpflanzen, sondern auch Zwischenwirt für Krankheiten wie Schwarzbeinigkeit, Virosen, DTR, Fusarien, aber auch Roste und Halmbruch und Schädlingen wie Sattelmücken. Die konsequente Bekämpfung von Quecken ist allein schon aus phytosanitärer Sicht notwendig. Zudem beanspruchen Quecken Wasser, Stand- und vor allem Wurzelraum, der den Kulturpflanzen fehlt.

Mechanische Maßnahmen:

  • Erst flache Stoppelbearbeitung, um das Austreiben der Rhizome zu beschleunigen
  • Daran schließt sich ein tieferer Bearbeitungsgang mit dem Grubber an, um möglichst viele Rhizome an die Oberfläche zu ziehen
  • Diese Rhizome werden dann am besten mit der Scheibenegge zerkleinert. Aus den zerkleinerten Rhizomen treiben Triebe aus, die Glyphosat aufnehmen und den Wirkstoff besser in die Rhizome hinein verteilen.

Chemische Maßnahmen:

  • Die Queckentriebe sollten wenigstens 5 Blätter für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme gebildet haben.
  • Kein Zusatz von AHL, zu schnelles Absterben der Blätter verringert den Wirkstofftransport in die Rhizome und setzt die Wirkung herab.
  • Wasser mit mehr als 8 ⁰dH durch Zugabe von Zitronensäure, SSA oder Additiven enthärten.
  • Niedrige Wassermengen bis max. 150 l/ha Wasser hatten in der Praxis die besten Bekämpfungserfolge.
  • Nach der Behandlung sollte wenigstens 2 Wochen bis zur nächsten Bodenbearbeitung gewartet werden.

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