Zuckerrüben

Primärbefall mit Cercospora


Aufgrund der derzeitigen Temperaturen über 25 °C mit Gewitterregen sind in den Befallslagen im Süden Primärinfektionen durch Cercospora in den Zuckerrüben gesetzt worden.

Cercospora beticola kann sich bei hohen Temperaturen (über 25 °C) in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 90 Prozent während 5 bis 8 Stunden) sehr schnell ausbreiten. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome) liegt bei 180 °C, also 6 bis 7 Tage bei Temperaturen um 25 °C.

Werden nach dem Bestandesschluss (12 Blattstadium) in Befallslagen protektiv wirkende Fungizide (Strobilurine in Kombination mit Azolen und Mancozeb) gegen Cercospora gespritzt, hält die Wirkung zwischen 2 und 3 Wochen an. Danach muss bei weiterhin günstiger Witterung mit hoher Luftfeuchte im Bestand eine Anschlussbehandlung gegen Cercospora erfolgen.

Die Verwendung eines kurativ wirkenden Fungizids ist notwendig, wenn Infektionen bereits angegangen sind. Dazu gehören Azole wie z.B. das Epoxiconazol (+ Thiophanat-Methyl) oder auch das Cyproconazol (mit Mehltauwirkung). Die Azole können Cercospora aber nur stoppen, wenn sie innerhalb der halben Latenzzeit zwischen Angehen der Infektion und dem Sichtbarwerden der Symptome gespritzt werden. Danach können nur noch Infektionen auf den benachbarten Blättern bzw. benachbarten Pflanzen verhindert werden. Eine Bekämpfung von Cercospora ist nicht mehr möglich, wenn Symptome bereits eindeutig zu erkennen sind.

Auf Standorten mit hohem Resistenzrisiko ist die Zumischung von Mancozeb dringend angeraten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats