Zuckerrüben

Schwarze Bohnenlaus - Gefahr von Saugschäden!


Die Schwarze Bohnenlaus tritt seit letzter Woche verstärkt auf. Wirtschaftlicher Schaden kann durch die Saugtätigkeit sowie durch die Virusübertragung entstehen.

 Als Virusüberträger ist die Schwarze Bohnenlaus weniger gefährlich als die Grüne Pfirsichblattlaus, die über einen größeren Aktionsradius verfügt und Viren effektiver übertragen kann. Bei der Schwarzen Bohnenlaus geht es in erster Linie darum, Saugschäden zu vermeiden.

Die Schwarze Bohnenlaus überwintert im Eistadium auf ihrem Winterwirt (Pfaffenhüttchen, Schneeball). Im Gegensatz zur Grünen Pfirsichblattlaus überwintern sie ausschließlich im Eistadium. Die adulten Tiere müssen sich erst an Wirtspflanzen (z.B. Wildrüben) mit dem Vergilbungsvirus beladen. Diese können dann an die Nachkommen weitergegeben werden. Warmes, überwiegend trockenes Wetter begünstigt die Nahrungsaufnahme und führt zu einem raschen Anstieg der Population.

Durch ansteigende Temperaturen Ende dieser Woche könnte, nachdem Schwarze Bohnenläuse bereits zugeflogen sind, die Schadschwelle von 10 Prozent befallener Pflanzen bis zum Wochenende spätestens nächste Woche verbreitet überschritten werden. Kontrollieren Sie deshalb die Zuckerrüben an mehreren Stellen im Schlag.

Muss nur die schwarze Bohnenlaus bekämpft werden, bietet sich der alleinige Einsatz von Pirmicarb an. Das Pirimor wirkt über eine kurze Dampfphase und ist nicht systemisch. Der Einsatz erfolgt im Soloeinsatz mit 300 g/ha. Warme Witterung verstärkt die Wirkung, die Aufwandmenge kann auf 200 g/ha Pirimor verringert werden. Auf Pyrethroide sollten Sie verzichten, da die versteckt sitzenden Läuse nicht erfasst werden. Zudem werden dadurch natürliche Gegenspieler der Blattläuse ausgeschaltet.

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