Zuckerrübenaussaat

Verspätete Zuckerrübenaussaat 2018

Die Rübenaussaat steht in diesen Tagen vor der Tür bzw. ist in einigen Regionen schon im Gange. Die inzwischen gute Bodenstruktur gilt es unter allen Umständen zu bewahren. Aus diesem Grund sind ein zu frühes Befahren mit schweren Maschinen, unnötige Überfahrten, jede unnötige Ballastierung der Schlepper (Frontgewichte) und hoher Reifendruck unbedingt zu vermeiden.

Die Saatbettbereitung sollte in einer Überfahrt erfolgen, danach sollte das Saatbett nicht zu feinkrümelig, vor allem gut abgesetzt sein. Nach noch möglichen, stärkeren Regenfällen benötigt der Boden mindestens einen Tag Zeit, damit sich das Gefüge wieder stabilisiert. Je höher die Temperatur bzw. die Sonneneinstrahlung ist, umso günstiger ist das für diesen Prozess.

Abgenutzte Säschare hätten schon längst ausgetauscht werden müssen, damit die Saat Anschluss an die Kapillarität behält. Das Saatgut muss in den unbearbeiteten Bodenhorizont gedrückt werden. Unter der Rübenpille darf sich keine lose Erde befinden. Auch begünstigt langsames Drillen einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang. Bei optimaler Aussaat laufen die Rüben ohne Regen nach der Saat auf.

Bereits vor der Saat sollte die Sortenwahl auf die spätere Rübenernte abgestimmt sein. Für die Frührodung sind Sorten mit hohem Zuckergehalt (NZ-Rüben) und geringem Anteil an Melassebildnern zu bevorzugen. Für späte Rodung kommen dagegen Sorten mit hohem Rübenertrag (NE-Rüben), die spät noch Zucker einlagern in Frage.

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