Bundesnetzagentur

Ausschreibung für Biogas startet

Mit dem neuen EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) hat der Gesetzgeber auch die Förderung der Biomasse auf eine wettbewerbliche Ermittlung umgestellt. Die Höhe der Zahlungen für erneuerbaren Strom aus Biomasseanlagen ab einer Größe von 150 kW ist nicht mehr gesetzlich vorgegeben. Jetzt führt die Bundesnetzagentur einmal pro Jahr ein Ausschreibungsverfahren durch. Die niedrigsten Gebote erhalten den Zuschlag, bis das Volumen der Ausschreibungsrunde erreicht ist. Für diese Runde sind es 150 MW.

Investoren können ihre Gebote bis zum 1. September 2017 abgeben. Maximal dürfen sie 14,88 Cent/kWh verlangen. Es gilt grundsätzlich das Gebotspreisverfahren, wonach der Zuschlagswert dem jeweils angebotenen Preis entspricht. Teilnahmevoraussetzung ist die behördliche Genehmigung zur Errichtung der Anlage und deren Meldung an das Anlagenregister bis zum 11. August 2017.

Besonderheiten für bestehende Biomasseanlagen

Eine Besonderheit der Ausschreibungen für Biomasse ist, dass auch bereits in Betrieb genommene Anlagen teilnehmen können. Diese können sich um eine zehnjährige Anschlussförderung bewerben, wenn ihre restliche Förderdauer nach dem EEG weniger als acht Jahre beträgt. Eine Mindestgebotsgröße gibt es hierbei nicht. Gebote mit einer Größe von 150 kW oder weniger erhalten den Preis des letzten noch bezuschlagten Gebots als Zuschlagswert. Der Höchstwert für Gebote für bestehende Anlagen beträgt in dieser Runde 16,9 Cent/kWh. (mrs)
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