Brand im Stall

Peta zeigt Landwirt an


Nach einem Brand in einer Rinderhaltung Nahe der osthessischen Gemeinde Philippsthal erhebt Peta Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Fulda gegen den Landwirt. Dieser habe durch „unzureichende Brandschutzmaßnahmen offensichtlich billigend in Kauf genommen“, dass die Tiere zu Tode kommen, schreibt Peta in einer Pressemitteilung. Den Tierrechtlern zufolge hat die Lage des Stalls weit außerhalb von Philippsthal die Eindämmung des Feuers erschwert, da das Löschwasser im Pendelverkehr dorthin transportiert werden musste.

Werbung für Veganer-Programm

Peta flankiert die Vorwürfe mit einer generellen Kritik an der Ernährungsindustrie, für die Tiere ein „reines Produktionsgut“ seien. In der Pressemitteilung wirbt die Organisation denn auch für die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung durch ihr „Veganstart-Programm“.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) meint laut einer Pressemitteilung von Ende Dezember in dem Vorgehen Petas System zu erkennen. Laut einer Meldung des Verbandes hatte die Tierrechtsorganisation seinerzeit nach einem Stallbrand Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Münster gegen einen Landwirt aus dem Kreis Steinfurt erhoben.

Dem WLV waren im vergangenen Jahr zudem mehrere ähnliche Vorgänge aufgefallen: „zwischen Regensburg, Essen, Detmold und Osnabrück wurden in den vergangenen Wochen nach gleichem Muster Anzeigen bei den Staatsanwaltschaften eingereicht, sobald über einen Bauernhofbrand in den Medien berichtet wurde“, stellt der Verband im Dezember fest. Nach Ansicht des WLV „haben die Vorwürfe zum angeblich unzureichenden Brandschutz in Tierställen allein das Ziel, die Tierhalter generell zu diskreditieren“.

Im aktuellen Fall in Philippsthal ist die Brandursache nach Meldungen aus lokalen Medien noch ungeklärt. Die Polizei schließe Brandstiftung nicht aus, berichtet Hit-Radio FFH. (pio)
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