Norddeutschland

Rückhalt für Ökolandbauern

In Norddeutschland soll die Anzahl der Biobauern steigen. Erfahrenere Landwirte sollen dabei den Anfängern unter die Arme greifen. In Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen gibt es Hilfe, wenn auch ganz unterschiedlich.

In Mecklenburg-Vorpommern sucht das Landwirtschaftsministerium nach „erfolgreich wirtschaftenden Konsultationsbetrieben“. Die Höfe sollen als Ansprechpartner für Betriebe sein, die sich für den ökologischen Landbau interessieren. So sollen Kollegen von den Erfahrungen des Ökobereichs profitieren. Bewerben können sich Betriebe aus der Landwirtschaft, dem Obst- und Gemüsebau noch bis zum 25. Mai 2018. Mit dem Programm soll die positive Entwicklung der ökologisch zertifizierten Betriebe gefördert werden. Das Land hat es sich zum Ziel gesetzt, die ökologisch bewirtschaftete Fläche von aktuell 139.500 auf 150.000 Hektar zu erweitern. Nähere Details zur Bewerbung und den Bedingungen finden sich hier.

Während Mecklenburg-Vorpommern es mit einem staatlich organisierten Mentoringprogramm versucht, hat sich in Niedersachsen ein eigenes, nichtstaatliches Programm organisiert. Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachse (KÖN) hat ein "Mentoren-Netzwerk Ökolandbau" gegründet. In der Funktion ist es dem Mecklenburg-Vorpommernschen Modell sehr ähnlich. Erfahrenere Ökolandwirte stehen ihren Kollegen in verschiedenen betrieblichen Situationen mit Rat und Tat zur Seite.


Das spricht auch ausdrücklich Existenzgründer an, die etwa einen Hof übernehmen. Das Angebot soll sich aber auch an Landwirte in Notsituationen wie Liquiditätsproblemen oder anderen Lagen richten. Die ersten beiden Beratungen sind kostenlos, dann wird eine Pauschale zur Aufwandsentschädigung von 75 Euro fällig. Oft könne aber auch ein erstes Gespräch einen Ausweg aufzeigen. Weitere Informationen finden sich unter www.mentoring.bio. Ansprechpartner ist Laura Bertzbach von der KÖN.

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