Renewable 2018 Global Status Report

Erneuerbare Energien legen weltweit zu


Bild: Ren21

Jährlich erscheint der Renewable 2018 Global Status Report, der einen Überblick zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien gibt. Das Fazit: Der Ausbau ist immer noch zu gering und zu langsam. 

Der aktuelle Renewables 2018 Global Status Report (GSR 2018), der jährliche Bericht zum Status der erneuerbaren Energien, zeigt: Im Stromsektor nimmt die Energiewende Fahrt auf. Im Wärme-, Kälte- und Transportsektor, die zusammen etwa vier Fünftel des weltweiten Endenergiebedarfs ausmachen, besteht jedoch Aufholbedarf. Das meldete das Nachrichtenportal aiz.info. 2017 entfielen weltweit mehr als zwei Drittel der Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten auf Erneuerbare Energien. Dennoch ist das immer noch zu wenig.

310 Mrd. USD in Erneuerbare weltweit investiert

Deutschland kommt im Report grundsätzlich gut weg: Die Bundesrepublik produziert 1,3 kW pro Einwohner aus erneuerbaren Quellen. Genauso viel wie Schweden. Dänemark (1,6 kW) und Island (2,1 kW) sind noch vor Deutschland. Global gesehen wurden 310 Mrd. USD in erneuerbare Energien investiert. Drei der vier Länder, in denen am meisten Fahrzeuge mit Biosprit fahren, liegen in Europa. In Deutschland gibt es zumindest einen Zuwachs an E-Fahrzeugen und einen damit zusammenhängenden Ausbau der Infrastruktur, urteilt der Report. Die größten Produzenten für erneuerbare Energien seien jedoch China, gefolgt von den USA, Brazilien, und Deutschland vor Indien.

Globaler Energiebedarf steigt

Der weltweite Energiebedarf stieg 2017 aufgrund des Wirtschaftswachstums in Schwellenländern und des weltweiten Bevölkerungswachstums um geschätzte 2,1 Prozent. Die energiebedingten CO2-Emissionen nahmen um 1,4 Prozent zu. Wenn die Welt das im Pariser Abkommen festgelegte Ziel erreichen will, müssen der Wärme-, Kälte- und Transportsektor, ähnlich wie der Stromsektor, den Weg der Energiewende rasch bestreiten, heißt es im GSR2018 Report. Moderne erneuerbare Energien lieferten 2015 rund 10 Prozent der weltweiten Wärmeerzeugung. Strom deckt nur 1,3 Prozent des Energiebedarfs im Transportsektor ab, davon nur etwa ein Viertel aus Erneuerbaren. Biokraftstoffe umfassen etwa 2,9 Prozent des Energiebedarfs im Transportsektor, während Erdöl bei 92 Prozent steht.

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