Nordrhein-Westfalen

220 Betriebe stellen auf Bio um

Das Förderangebot der Landesregierung für den Öko-Landbau, für Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen und zur Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung trifft auch im zweiten Antragsjahr des neuen Programms auf großen Zuspruch. Das zeige die hohe Zahl eingereichter Neuanträge für eine Teilnahme ab 2017, teilt das zuständige Landwirtschaftsministerium mit. 220 Landwirte mit rund 10.000 ha wollen ihren Betrieb auf ökologischen Landbau umstellen. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Ökolandwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ambitioniert auszubauen und die stetig wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln möglichst mit heimischer Ware zu decken“, erklärte Minister Johannes Remmel (Grüne).

Mehr Blühstreifen und extensives Grünland

Hohe Nachfrage bestehe darüber hinaus an einer Teilnahme an Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen. Gefördert werden hierbei Leistungen zugunsten des Gewässer-, Boden- und Naturschutzes. So wurden zum Beispiel für den bevorstehenden Förderzeitraum rund 380 neue Anträge über zusätzlich 35.000 ha in der Maßnahme „Vielfältige Kulturen“ eingereicht (bisher: rund 87.000 ha). 800 zusätzliche Betriebe wollen auf über 1.200 ha neue Blühstreifen und Uferrand- oder Erosionsschutzstreifen anlegen (bisher: rund 6.500 ha). Im Vertragsnaturschutz wächst der Förderumfang voraussichtlich um weitere 2.500 ha auf über 30.000 ha an. Ihr gesamtes Grünland wollen weitere 100 Betriebe mit rund 5.000 ha extensiv bewirtschaften (bisher rund 40.000 ha). Insgesmt werden in Nordrhein-Westfalen rund 1,5 Mio. ha landwirtschaftlich genutzt.

Neues Programm bietet mehr Geld

Für das NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014 - 2020“ stehen über die gesamte Laufzeit insgesamt 1,2 Mrd. € zur Verfügung. Davon sind rund 45 Prozent (542 Mrd. €) für den Bereich der Agrarumweltmaßnahmen, einschließlich Vertragsnaturschutz, sowie für den Öko-Landbau und Tierschutzmaßnahmen vorgesehen. Im vorherigen Programm waren es 410 Mio. €. (SB)
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