In einer geschlossenen Tierhaltung mit rund 30.000 Hühnern in Grumpy im Kreis Schleswig-Flensburg ist die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI)  wies den hochpathogenen Erreger des Subtyps H5N8 nach. Alle Tiere müssen nun der Geflügelpest-Verordnung entsprechend getötet werden, sagte am Samstag der Agrarminister von Schleswig-Holstein, Robert Habeck.

Aktuell verzeichnet außerdem Baden-Württemberg 50 bestätigte Fälle des für Geflügel hochpathogenen Virus H5N8 im Landkreis Konstanz und im Bodenseekreis. "Derzeit haben wir insgesamt 121 tote Wildvögel", sagte heute Peter Hauck, Agrarminister in Baden-Württemberg.  Die Abklärung, ob die 71 Verdachtsfälle ebenfalls an H5N8 verendet sind, läuft. Mit Ergebnissen wird Anfang der Woche gerechnet.
Am Freitagabend hatte sich der Verdacht auf das hochansteckende H5N8-Virus auf einem Hühnerhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigt. Der dritte Ausbruch wurde in einem Putenhof in Lübeck-Ivendorf (Schleswig-Holstein) festgestellt.

Aufgrund der Brisanz tagt unter der Leitung von Staatssekretär Dr. Onko Aeikens ein Krisenstab im BMEL. Er koordiniert bundesweit ein vor der Geflügelpest einheitliches risikobezogenes Vorgehen. Die betroffenen Bundesländer haben die Aufstallunggebot für Geflügel angeordnet, um den Eintrag des Virus zu verringern. Das an Seen und Gewässer möglich, in Rastgebieten von Zug- und Wildvögeln, aber auch Regionen mit einer Dichte von Geflügelbetrieben.

Der Krisenstab mit Experten beauftragte die Bund-Länder-Task Force Tierseuchen damit, einheitliche Maßnahmenbündel, die in den Risikogebieten zur Anwendung kommen müssen, zwischen den Ländern abzustimmen. Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen müssen in allen Geflügelbetrieben erhöht werden. (da)
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