Ökolandbau

500 Betriebe in Bayern stellen um


Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter verzeichneten im Freistaat im vergangenen Jahr ein großes Wachstum. Die Zahl der Betriebe stieg um 6,5 Prozent auf 5.230 und die Öko-Fläche wuchs um 8,7 Prozent auf 191.000 ha. Damit sei das Wachstum im Bundesvergleich überdurchschnittlich, teilte die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau (LVÖ) mit. „Diese erfolgreiche Entwicklung des bayerischen Ökolandbaus führen wir auf die positive Marktentwicklung, auf die guten Förderbedingungen für den Ökolandbau in Bayern und auf die im Jahr 2012 initiierte Initiative BioRegio Bayern 2020 zurück“, so der LVÖ-Vorsitzende Josef Wetzstein.

Die seit 2015 angebotene KULAP-Förderung für Öko-Betriebe zeige Wirkung, so die LVÖ weiter. Mit einer Beibehaltungsförderung von 273 €/ha und einer Umstellungsförderung von 350 €/ha stelle der Freistaat Bayern bundesweit herausragende Fördersätze zur Verfügung. „Die jetzt erreichten politischen Rahmenbedingungen zeigen Wirkung: Die landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern ergreifen die Chance zum Einstieg in den Ökolandbau“, erläutert LVÖ-Geschäftsführer Harald Ulmer. „Eine wichtige Rolle spielen auch die guten und stabilen Marktbedingungen, insbesondere im Milchbereich. Bedeutend hierbei ist, dass die Bio-Branche erstmals einen eigenen Bio-Milchpreis hat etablieren können. Auch in anderen Produktionsbereichen, wie etwa Schweinefleisch und Gemüsebau hat der Ökolandbau aus Marktperspektive an Attraktivität gewonnen“, so Ulmer weiter. (SB)
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