5G-Standard

Löcher im Funknetz werden bleiben


Auf dem Land seltener als in der Stadt: Funkmast
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Auf dem Land seltener als in der Stadt: Funkmast

Der schnelle Mobilfunkstandard 5G wird nicht alle Ecken Deutschlands erreichen. Gerade die Landwirtschaft sieht sich benachteiligt.

Am gestrigen Montag wurden die Bedingungen für die 5G-Frequenzversteigerung festgelegt. Damit ist jetzt klar: 100 Prozent Netzabdeckung mit 5G wird es nicht geben. Oder, um es mit den Worten der Forschungsministerin Anja Karliczek zu halten: „5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig.“ Auch 4G versorge die Menschen gut, sind sich die Forschungsministerin (CDU) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) einig.

Damit wird vor allem der ländliche Raum benachteiligt, da in dünner besiedelten Gebieten die Netzbetreiber den hohen Standard nicht zur Verfügung stellen müssen. „Was nützen uns neue Technologien, mit denen sich die Probleme in dünn besiedelten Räumen lösen lassen, wenn sie nicht flächendeckend genutzt werden können“, empört sich der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller. Firmen und Produktionsstandorte in den ländlichen Räumen bräuchten Unterstützung statt weiterer Hindernisse und Trostpflaster. 

Die Bundesnetzagentur wird die Frequenzen im Frühjahr versteigern. Deren Beirats-Vorsitzender, Dr. Joachim Pfeiffer, stellt zwar fest, dass der Beschlussentwurf deutliche Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Konsultationsentwurf aufweise. Gleichzeitig fordert er aber ein Konzept bis Mitte 2019, das deutlich mache, wie der Netzausbau gerade für den ländlichen Raum weiter ausgestaltet werden könne.

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