Bodenschutz

66 Hektar Verlust sind zu viel

Nach Angaben des DBV verdeutlicht der Bodenschutzbericht, wie wichtig der Schutz und Erhalt produktiver Böden für unsere Ernährung und unser Überleben ist. Der Verband weist darauf hin, dass noch immer in Deutschland durch Bebauung jeden Tag rund 66 Hektar landwirtschaftlicher Boden verloren gingen.

Regierung berichtet
Alle vier Jahre legt die Bundesregierung einen Bodenschutzbericht vor. Er ist bei der letzten Kabinettsitzung der noch amtierenden Regierung in dieser Woche beschlossen worden. Der Gesamtbericht ist allerdings noch nicht öffentlich zugänglich. Der Text soll die seit dem Bericht 2013 erzielten Fortschritte beim Bodenschutz im nationalen und internationalen Bereich darstellen. (db)
Diesen „Flächenfraß“ beklagt der DBV seit vielen Jahren. Von 1992 bis 2015 sind nach Verbandsberechnungen in Deutschland mehr als 1 Million Hektar der Landwirtschaft entzogen worden, zum überwiegenden Teil durch Siedlung und Verkehr. Der DBV fordert deswegen, das in der Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel des Flächenschutzes ernst zu nehmen und die Innenentwicklung von Kommunen vor dem Neubau auf der „Grünen Wiese“ vorrangig zu behandeln.

Die Bundesregierung verweist außerdem auf die globale Dimension. Auch durch die Zunahme der Bevölkerung würde sich die weltweite Flächenverfügbarkeit pro Kopf von heute rund 0,22 Hektar bis 2050 auf 0,18 Hektar nochmals weiter reduzieren, heißt es im Bodenschutzbericht. „Erhalt und produktive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland sind deshalb auch Verpflichtung gegenüber der Welt“, erklärt der DBV dazu. (db)
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